Erste Verhandlungsrunde für kommunale Klinikärzte ohne Ergebnis beendet
(Düsseldorf) - Die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände für die rund 55 000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ist in Düsseldorf erwartungsgemäß ohne Ergebnis beendet worden. In dieser Runde, die einem ersten Positionsaustausch der Tarifpartner diente, zeigte sich, dass es schwierige und offensichtlich wohl langwierige Verhandlungen werden.
Der Marburger Bund stellte der Arbeitgeberseite seine Forderung nach durchschnittlich 10,2 Prozent mehr Einkommen und einer umgehenden Anhebung der Ostgehälter auf Westniveau dar. Diese Forderungen leiten sich insbesondere auch von der derzeit miserablen Arbeitssituation in den Krankenhäusern ab. Es verwundert nicht, wenn immer mehr deutsche Ärzte ins Ausland auswandern, weil dort bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen geboten werden. Mittlerweile sind über 16 000 deutsche Mediziner im Ausland beschäftigt.
Gleichzeitig hat die Ärztegewerkschaft auf die Arbeitskampffähigkeit der Ärztinnen und Ärzte an den rund 700 kommunalen Kliniken hingewiesen. Die Mediziner sind bereit, für ihr gutes Recht auf leistungsgerechte und international konkurrenzfähige Gehälter zu kämpfen. Von Ärztestreiks ist man jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch ein gutes Stück entfernt. Beide Seiten verständigten sich darauf, die Tarifverhandlungen am 28. Januar in Düsseldorf fortzusetzen.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Pressestelle
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
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