Pressemitteilung | Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZDK)
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Erzbischof Zollitsch: Investitionen in korrupte Unternehmen sind unethisch / Katholiken fordern verantwortungsvolleren Umgang mit Geldanlagen

(Bonn) - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, hat eindringlich davor gewarnt, Geld in die Aktien von Unternehmen zu investieren, "deren Manager Korruption als gängiges Mittel im Geschäftsgebaren betrachten". Auf einer gemeinsamen Fachtagung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) am 29. Februar 2008 in Frankfurt bekannte sich Zollitsch zur Verpflichtung der Kirche, "bei ihrer Geldanlage mit gutem Beispiel voranzugehen".

Das ZdK und der BKU sehen in ethischen Investments, die sich an dem christlichen Dreiklang von "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" orientieren, eine auch unter finanziellen Renditegesichtspunkten sinnvolle Geldanlage. Viele dieser Anlageformen hätten sich gerade in der aktuellen Finanzmarktsituation als unanfälliger erwiesen als viele "klassische" Anlageprodukte, sagte Peter Weiß (MdB), ZdK-Sprecher für weltkirchliche Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit. Als Beispiel nannte er Investitionen in Mikrofinanz-Institute in Entwicklungsländern und erläuterte: "Die Mikrofinanzmärkte weisen nur eine geringe Korrelation mit den internationalen Finanzmärkten auf, und die Ausfallquoten und damit das Risiko sind bei professionell geführten Mikrofinanz-Instituten besonders gering. Hier gilt noch die ursprüngliche Bedeutung von Kredit (lat. credere – glauben). Daran könnten sich die Akteure auf den internationalen Finanzmärkten ein Vorbild nehmen!"

Auf der gemeinsamen Fachtagung in Frankfurt, an der 200 Fachleute aus Kirche, Unternehmerschaft und Finanzwirtschaft teilnehmen, werden verschiedene Anlageprodukte vorgestellt, die sich explizit an ethischen Werten orientieren. "Die Geldanleger in Deutschland können hier ihr Geld mit gutem Gewissen anlegen. Sie können eine ordentliche finanzielle Rendite erzielen und zugleich positive soziale und ökologische Entwicklungen fördern", erklärte die BKU-Vorsitzende, Marie-Luise Dött (MdB).

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralkomitee der deutschen Katholiken Theodor Bolzenius, Pressesprecher Hochkreuzallee 246, 53175 Bonn Telefon: (0228) 382970, Telefax: (0228) 3829744

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