EU-Indien-Freihandelsabkommen
(Bonn/Brüssel) - Der Verband Deutscher Weinexporteure e. V. (VDW) begrüßt nachdrücklich die heutige Bekanntgabe des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien. Dieses Abkommen stärkt die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Weine sowie die Rolle der EU als globaler Vorreiter bei der Förderung von Stabilität sowie eines offenen, regelbasierten Handels.
„Indien bietet als bevölkerungsreiches Land mit rasch wachsender Mittelschicht eine große, bislang nicht erschlossene Zielgruppe für europäische Weinexporte. In einer Zeit, in der die Weinbranche zunehmend geopolitischen Handelsspannungen und Störungen in traditionellen Exportmärkten ausgesetzt ist, stellt Indien eine strategische Alternative dar, die einen bedeutenden Beitrag zur Diversifizierung, Widerstandsfähigkeit und langfristigen Nachhaltigkeit der EU-Weinexporte leisten kann“, sagt Gerhard Brauer, Vorsitzender des VDW.
Die EU-Weinbranche ist der weltweit führende Exporteur mit Ausfuhren von mehr als 16,6 Milliarden Euro im letzten Kampagnenjahr. Im selben Zeitraum beliefen sich die EU-Weinexporte nach Indien jedoch lediglich auf 7,7 Millionen Euro. Das derzeitige Wein-Zollregime mit einem Wertzoll von 150 % zählt zu den höchsten weltweit und schränkt den Marktzugang erheblich ein.
Daher ist es von größter Bedeutung, dass die EU im Rahmen eines Freihandelsabkommens eine spürbare und substanzielle Senkung der indischen Einfuhrzölle erreichen konnte. Mit Inkrafttreten des Abkommens werden die Zölle auf EU-Weine und aromatisierte Weinerzeugnisse sofort halbiert und innerhalb von sieben Jahren auf einen Endzollsatz von 30 % für Weine mit einem Preis zwischen 2,50 € und 10 € pro Flasche sowie auf 20 % für Weine mit einem Preis über 10 € pro Flasche gesenkt.
Das Abkommen wird durch ein separates Abkommen über geografische Herkunftsangaben ergänzt, das den Schutz unserer geschützten geografischen Herkunftsangaben stärken soll. „Es liegt nun an den EU-Entscheidungsgremien, das EU-Indien-Abkommen so schnell wie möglich zu bestätigen und zu ratifizieren“, unterstreicht Christian Schwörer, Geschäftsführer des VDW und Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbands e. V. (DWV).
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Weinexporteure e.V. (vdw), Heussallee 26, 53113 Bonn, Telefon: 0228 949326-0
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