Europas Hafenarbeiter protestieren gegen Port Package II / Aktionen und Arbeitsniederlegungen in deutschen Häfen
(Berlin) - Europas Hafenarbeiter legen am Mittwoch (11. Januar) die Arbeit nieder. Auch in Deutschland folgen Hafenarbeiter dem Aufruf der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) und nehmen an betrieblichen Informationsveranstaltungen teil.
Hintergrund der Aktionen, die in Deutschland von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als ETF-Mitglied koordiniert werden, ist die für den 17. Januar anberaumte Abstimmung des Europäischen Parlaments über die Richtlinie über den Marktzugang für Hafendienstleistungen, das so genannte Port Package II.
Diese Richtlinie ist nicht nur überflüssig, sondern gefährdet die Leistungsfähigkeit der deutschen Häfen, machte Jan Kahmann vom ver.di-Bundesvorstand deutlich. Port Package II gefährde die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Häfen. Die geplante Selbstabfertigung bedrohe Tausende von qualifizierten Hafenarbeitsplätzen, führe zum Verlust von Know-how bei Unternehmen wie bei Beschäftigten und gefährde die Sicherheit.
Port Package II sehe vor, dass Schiffsbelegschaften künftig selber die Ladung ihrer Schiffe löschen könnten. Die Reeder würden in die Lage versetzt, eigene Abfertigungsanlagen zu betreiben. Als Konsequenz sei zu befürchten, dass Port Package II die Investitionsbereitschaft der Hafendienstleister verringere. Das vorgesehene Genehmigungsverfahren enthalte darüber hinaus keine Regelung, die die betroffenen Beschäftigten vor einem Arbeitsplatzverlust schütze.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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