Pressemitteilung | (BVI) Bundesverband Investment und Asset-Management e.V.
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Europaweit dominieren Banken den Fondsvertrieb / Luxemburg: 83 Prozent des Fondsvermögens entfällt auf andere Herkunftsländer

(Frankfurt am Main) - 4. August 2004. Beim Vertrieb von Investmentfonds haben in Europa überwiegend Banken die Nase vorn. An den großen europäischen Fondsstandorten Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien stellen sie den wichtigsten Absatzkanal dar. An zweiter Stelle folgen Versicherungen in diesen Ländern. Im Gegensatz zu Kontinentaleuropa spielen Kreditinstitute beim Fondsabsatz in Großbritannien mit einem Anteil von nur fünf Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Dort prägen unabhängige Vermittler (52 Prozent) und Fonds-Supermärkte (24 Prozent) das Bild. Dies berichtet der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. in seinem aktuellen Jahrbuch „Investment 2004 – Daten, Fakten, Entwicklungen“. In Spanien dominieren Banken die Vertriebswege mit einem Anteil von 93 Prozent, ein Wert, der in keinem anderen EU-Staat erreicht wird. Relativ ähnlich stellt sich die Struktur der Vertriebswege in Frankreich, Deutschland und Italien dar. In diesen Ländern haben Banken eindeutig die Oberhand und tragen zwischen 66 Prozent und 81 Prozent zum Vertriebserfolg bei. Auch Versicherungen spielen mit Anteilen zwischen elf und 21 Prozent eine wichtige Rolle. Anders als im angelsächsischen Raum nehmen unabhängige Vermittler in Deutschland (zwölf Prozent) und in Frankreich (acht Prozent) eine weniger bedeutende Position ein.

Auffallend ist insgesamt, dass der Direktvertrieb von Fonds über die Investment-Gesellschaften mit Anteilen zwischen null und sieben Prozent (Großbritannien) noch vergleichsweise unpopulär ist. Fonds-Supermärkte treten bislang in nenneswertem Umfang nur in Großbritannien (25 Prozent) und in geringem Maße auch in Deutschland (drei Prozent) in Erscheinung. Das BVI-Jahrbuch 2004 informiert auch darüber, dass Luxemburg unter den europäischen Investmentstandorten in erster Linie als Fondsdrehscheibe eine wichtige Rolle spielt. Insgesamt 83 Prozent des Fondsvermögens entfielen Anfang 2003 auf andere Herkunftsländer. Mehr als 27 Prozent des Luxemburger Fondsvermögens wird von Kapitalanlagegesellschaften Schweizer Provenienz verwaltet, während Unternehmen amerikanischen Ursprungs gut 25 Prozent der Luxemburger Fondsanlagen managen. Es folgen deutsche Gesellschaften mit mehr als 15 Prozent und Italien mit rund acht Prozent. Das Großherzogtum hat in seiner Funktion als Fondsplattform ausländischer Fondsanbieter allerdings durch den dynamisch wachsenden irischen Markt einen Konkurrenten erhalten, der Anfang 2003 bereits einen Anteil von 7,5 Prozent am europäischen Investmentmarkt erreichte.

Quelle und Kontaktadresse:
BVI Bundesverband Investment und Asset-Management e.V. Eschenheimer Anlage 28, 60318 Frankfurt Telefon: 069/154090-0, Telefax: 069/5971406

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