Fachpresse-Statistik 2006: Fachmedien auf Wachstumskurs / Digitale Medien und Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung
(Frankfurt am Main/ Berlin) - Eine positive Entwicklung der Fachmedien dokumentiert die alljährliche Fachpresse-Statistik der Deutschen Fachpresse, die jetzt Daten für das Jahr 2006 vorstellt. Erstmals wurden im März 2007 neben den Informationen zu Fachzeitschriften auch Kennzahlen aus den Bereichen "Elektronische Medien", "Fachbuch" und "Dienstleistungen" erhoben.
Der Gesamtumsatz der deutschen Fachverlage mit Fachmedien stieg 2006 um 3,9 Prozent und liegt damit bei rund 3 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Fachzeitschriften erhöhte sich um 4,1 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro. Das Umsatzplus ist vor allem auf das im Vergleich zum Vorjahr lebhaftere Anzeigengeschäft zurückzuführen, das um sechs Prozent wuchs. Starkes Wachstum, wenn auch auf relativ geringer absoluter Basis, weisen die elektronischen Medien und Dienstleistungen auf. Der Umsatz im Bereich elektronischer Medien stieg um 23,1 Prozent, im Bereich Dienstleistungen um 9,3 Prozent. Einbußen gab es im Segment Fachbücher. Hier verringerten sich die Einnahmen um 2,7 Prozent.
Fachzeitschriften sind mit rund zwei Dritteln am Gesamtumsatz weiterhin das wichtigste Medium im Portfolio der Verlage. Es folgen die Fachbücher mit knapp einem Viertel sowie "Elektronische Medien" und "Dienstleistungen" mit acht bzw. fünf Prozent.
Diese Entwicklung ist für unsere Branche mehr als erfreulich, so Dr. Eva E. Wille (Wiley-VCH), Sprecherin der Deutschen Fachpresse. Sie zeigt zum einen, dass sich die Innovationen der vergangenen, nicht ganz einfachen Jahre ausgezahlt haben. Zum anderen bestätigt uns die starke Entwicklung von digitalen Medien und Dienstleistungen in unserem Vorhaben, das Service- und Leistungsportfolio der Deutschen Fachpresse im Interesse eines konsequent an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichteten Verbandes dem sich ändernden Markt anzupassen.
Gegenüber 2005 weiter ausgebaut wurde auch das internationale Geschäft. Bereits 13 Prozent des Fachmedienumsatzes werden im Ausland erzielt. Das entspricht rund 380 Millionen Euro. Digitalisierung und Globalisierung heißen die Schlagworte, mit denen sich Fachverlage jetzt noch intensiver als bisher beschäftigen müssen, fasst der stellvertretende Sprecher der Deutschen Fachpresse Claus Wüstenhagen (Vogel Business Medien) zusammen. Das zeigt uns die neue Fachpressestatistik deutlich. Mit der strategischen Neuorientierung des Verbandes, die diese Entwicklungen aufnimmt und begleitet, sind wir auf dem richtigen Weg.
Das Wachstum der Fachmedien belegen weitere Indikatoren: So stieg die Anzahl der Fachzeitschriftentitel 2006 auf rund 3.800, das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Jahresauflage wuchs um 3,2 Prozent auf jetzt 491 Mio. Exemplare.
"Die gegenwärtig positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auch auf die Geschäftslage unserer Branche belebend aus", kommentiert Brita Westerholz, Geschäftsführerin der Deutschen Fachpresse. "Die Stimmung unter den Verlegern ist dementsprechend optimistisch." Dies belegen auch die statistischen Daten: Rund die Hälfte der befragten Fachverleger erzielte 2006 ein besseres Ergebnis als im Vorjahr. 55 Prozent erwarten für 2007 weitere Verbesserungen.
Grundlage der Fachpresse-Statistik ist eine jährliche Mitgliederbefragung der Deutschen Fachpresse. Alle Ergebnisse der Fachpresse-Statistik 2006 stehen auf www.deutsche-fachpresse.de zum Download bereit.
Quelle und Kontaktadresse:
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Claudia Paul, Referentin, Presse und Information
Großer Hirschgraben 17-21, 60311 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 1306-0, Telefax: (069) 1306-201
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