fairkehr-Titelthema: Zu Fuß unterwegs / Verkehrsplanung vernachlässigt Fußgänger - innovative Konzepte können Abhilfe schaffen
(Berlin) - Ein Großteil aller täglichen Wege wird nach wie vor zu Fuß zurückgelegt. In den Städten hat der Fußverkehr sogar einen Anteil von bis zu 80 Prozent an allen Wegen. Dennoch orientiert sich die Stadtplanung vorwiegend am Auto und erschwert damit die umweltfreundlichste und gesündeste Art der Fortbewegung. Dadurch werden Fußgänger an den Rand gedrängt und durch Straßen, Ampeln, Poller oder Gitter ausgebremst. Über die Potenziale des Zufußgehens und innovative Ansätze in der Verkehrsplanung berichtet der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr.
Wir sitzen im Durchschnitt mehr als acht Stunden am Tag und gehen nur gut 400 Meter", erklärt Ingo Froböse, Professor an der Sporthochschule Köln und Experte für gesundheitliche Prävention im Interview mit fairkehr und führt aus: Wir kultivieren eine ungesunde Lebensweise, auf die wir genetisch nicht programmiert sind. Schon unsere Kinder erziehen wir zu einem bewegungsarmen Lebensstil - mit fatalen gesundheitlichen Folgen." Im Ergebnis stürben jährlich rund 150.000 Deutsche vorzeitig an den Folgen von Bewegungsmangel.
Nach Ansicht des VCD ließen sich durch eine fußgängerfreundliche Politik neue Anreize schaffen, beispielsweise die eigene Stadt zu Fuß zu erkunden und dabei ganz neu zu entdecken. Ein gutes Beispiel seien die so genannten Begegnungszonen in Wohn- und Geschäftsbereichen in der Schweiz, in denen Fußgänger auf der gesamten Verkehrsfläche Vorrang hätten. Ein ähnliches Konzept verfolge auch der Ansatz des Shared Space" aus den Niederlanden, das Fußgängern einen größeren Bewegungsradius einräume, und nun in der niedersächsischen Gemeinde Bohmte getestet werde.
Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband
Daniel Kluge, Pressesprecher
Kochstr. 27, 10969 Berlin
Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110
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