Pressemitteilung | Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng)
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Fairness bei der Terminvergabe - Von nichts kommt nichts

(Ulm) - Laut Statistischem Bundesamt arbeiten Ärzte rund sechs Stunden pro Woche mehr als andere Arbeitnehmer. Trotzdem sind Termine beim Facharzt Mangelware. Wie kann das sein? Die Antwort ist einfach: Unzeitgemäße Regelungen im System bremsen eine sachgerechte Versorgung der Bevölkerung aus.

Zum einen wird die Zahl der zugelassenen Kassenarztpraxen über eine Bedarfsplanung gesteuert, die 1990 eingeführt und zuletzt vor über zehn Jahren angepasst worden ist. Darüber hinaus wird die Zahl der Behandlungsfälle strikt kontrolliert und das Angebot von medizinischen Leistungen, die die Vorgaben überschreiten, wird mit Honorarverweigerung abgestraft.

Die Debatte über Maßnahmen zur Patientensteuerung lenken den Blick von den eigentlichen Problemen ab. So sehr eine Ersteinstufung nach Dringlichkeit zu wünschen ist, solche Maßnahmen führen nicht zu einer Entlastung der Situation. Eine Fremdvergabe von Terminen etwa durch die Krankenkassen würde nur noch mehr Überdruck erzeugen: Aus einem überlasteten System lässt sich einfach nicht mehr als das jetzt schon gelieferte Maximum herausholen.

„Veraltete Begrenzungsregelungen, die vor langer Zeit einmal Überangebote unterbinden sollten, sind heute in Zeiten von Versorgungsengpässen völlig fehl am Platz“, erklärt Dr. Ulrich Tappe, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng). „Wir benötigen keine neuen Zwangsvorschriften, im Gegenteil, wir benötigen mehr Freiheiten, damit endlich neue Kapazitäten aufgebaut und angeboten werden können.“

Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng), Holdergärten 13, 89081 Ulm, Telefon: 09421 88500

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