Forstwirtschaft / Ökosystem Wald bedroht: Forstbetriebe sind in der Pflicht
(Frankfurt am Main) - Die bundesdeutschen Wälder sind nach wie vor bedroht, teilweise in ihrer Existenz gefährdet. Nach dem Waldbericht des Landwirtschaftsministeriums für 2008 sind ein Viertel der Waldbäume schwer geschädigt. Dazu kommen Bedrohungen für das Ökosystem Wald durch Degeneration der Böden, Klimaveränderungen, Belastung durch Schadstoffe, Zerschneidung und Baumaßnahmen für Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig nimmt das Wissen um Wald und Waldwirtschaft bei Kindern und Jugendlichen immer weiter ab. Diese Gefährdungen, gesellschaftliche Ansprüche und zunehmende Naturentfremdung sieht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) als Herausforderung für eine nachhaltige und zukunftsweisende Waldbetreuung.
Gerade die öffentliche Waldbewirtschaftung muss Vorbild sein für eine nachhaltige ökologische Wirtschaftsweise, die nicht gegen sondern mit den Kräften der Natur arbeitet und damit zum Erhalt einer hohen Biodiversität in unseren Wäldern beiträgt.
Stattdessen schleicht sich die öffentliche Hand schrittweise aus der Verantwortung, sagt Uli Blöcher, Vorsitzender der Bundesvertretung Forst und Naturschutz der IG BAU auf der Bundeskonferenz Forst und Naturschutz in Steinbach/Ts. Die öffentlichen Forstbetriebe konzentrierten sich lediglich auf die Holzproduktion und vernachlässigten ihre gesetzlichen Aufgaben.
Wir fordern die öffentlichen Forstbetriebe auf, sich Schutz und Sanierung des Waldes, Umweltbildung, Erholung und Betreuung für Dritte mit gleicher Intensität zu widmen wie der Holzproduktion. Derzeit fehlt es an Mitteln und Personal, sagt Forstverantwortlicher Uli Blöcher. Der Großteil des bundesdeutschen Waldes befindet sich in öffentlicher Hand, in Hessen sind es 75 Prozent.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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