Pressemitteilung | FreeLens e.V. - Verein der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten
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FREELENS erreicht niedrigere Berufsgenossenschaftsbeiträge für Fotograf*innen

(Hamburg) - FREELENS, Deutschlands größter Berufsverband für professionelle Fotografinnen und Fotografen, hat eine gerechtere Einstufung bei der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) erreicht. Für die Berufsgruppe der Fotograf*innen bedeutet die Neuzuordnung künftig eine Beitragsentlastung von etwa 25 bis 30 Prozent.

Fotograf*innen sind Pflichtmitglieder der BG ETEM, der gesetzlichen Unfallversicherung für rund vier Millionen Beschäftigte in mehr als 200.000 Mitgliedsbetrieben. Der Gefahrtarif ist das zentrale Instrument, mit dem die Beiträge zur Berufsgenossenschaft nach dem jeweiligen Unfallrisiko bemessen werden. Je geringer die Kosten für Unfälle und Berufskrankheiten sind, desto niedriger fallen die Beiträge aus. Dafür werden Unternehmen mit ähnlichen Produktionsverfahren und vergleichbaren Unfallrisiken in Gefahrtarifstellen zusammengefasst. Bislang waren Fotograf*innen derselben Gefahrtarifstelle zugeordnet wie Beschäftigte in der „Papierbe- und -verarbeitung“.

Für FREELENS war diese Eingruppierung nicht nachvollziehbar. Während Kameraleute der günstigeren Gefahrtarifstelle „Medientechnik“ zugewiesen waren, galten für Fotograf*innen dieselben Risikobewertungen wie für Beschäftigte in der Papierverarbeitung. Deshalb beantragte FREELENS im Jahr 2024 eine Überprüfung.
Die zuständigen Gremien der BG ETEM werteten daraufhin die Unfallstatistiken neu aus. Das Ergebnis bestätigte die Argumentation von FREELENS: Am 26. Juni 2026 beschloss die Vertreterversammlung der BG ETEM, den Gewerbezweig „Fotografie“ von der Gefahrtarifstelle „Papierbe- und -verarbeitung“ in eine eigene, neue Gefahrtarifstelle „Fotografie“ zu überführen.

Damit berücksichtigt der Gefahrtarif laut BG ETEM die technologische Entwicklung in der Branche, insbesondere die Verbreitung der Digitalfotografie. Künftig fließt für Fotograf*innen ausschließlich das Unfallrisiko ihrer eigenen Berufsgruppe in die Beitragsberechnung ein.

Die Gefahrklasse der neuen Gefahrtarifstelle „Fotografie“ liegt bei 3,40. Die Gefahrengemeinschaft „Papierbe- und -verarbeitung“ (1403) wird künftig mit der ihrem tatsächlichen Gefährdungsrisiko entsprechenden Gefahrklasse von 5,80 bewertet statt bisher mit 4,70.

Von dieser Entscheidung profitieren nicht nur die mehr als 2.100 Mitglieder von FREELENS, sondern sämtliche bei der BG ETEM versicherten Selbstständigen und Angestellten des fotografischen Gewerbes – insgesamt mehr als 30.000 Menschen.
„Wir freuen uns sehr, dass viele Kolleg*innen künftig spürbar entlastet werden. Gleichzeitig bedanken wir uns bei der BG ETEM für die konstruktive Prüfung unseres Anliegens und die sachliche Zusammenarbeit“, sagt Heike Ollertz, Geschäftsführerin von FREELENS.

Quelle und Kontaktadresse:
FreeLens e.V. - Verein der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten, Alter Steinweg 15, 20459 Hamburg, Telefon: 040 3006640

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