Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Freier Sonntag unabdingbar: Kirche und Gewerkschaft wollen familienfreundliche Arbeitszeiten

(Berlin) - Dem „Mainstream hin zur Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ soll in Kirche und Gewerkschaft eine Diskussion über familienfreundliche und gesundheitsförderliche Arbeitszeiten entgegen gesetzt werden. Darauf haben sich in Hannover der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verständigt. Beide treten dafür ein, den Sonntag als Tag der Arbeitsruhe zu schützen, wie es das Grundgesetz bestimmt. Einer weiteren Aushöhlung müssten alle Möglichkeiten zur Vermeidung von Sonntagsarbeit entgegengesetzt werden.

„Wir wollen deutlich machen, dass Sonntagsarbeit nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch familienfeindlich ist“, sagte die stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende Margret Mönig-Raane bei einem Treffen des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) in Hannover. Kirchen und Gewerkschaften hätten beide den Auftrag, den Stellenwert der Familie in unserer Gesellschaft zu stärken. „Der Sonntag hat als freier Tag einen hohen sozialen, kulturellen und religiösen Wert“, so die KDA-Bundesvorsitzende Sigrid Reihs. Er sei unabdingbar für Familie, Kinder, Privatleben und Religionsausübung, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Über die Hälfte (51,4 Prozent) der abhängig Beschäftigten müs-sen heute Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit leisten. 1991 waren es nur 38,4 Prozent. Jeder fünfte Beschäftigte ist zur Sonntagsarbeit verpflichtet.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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