Frisches Kapital: BFW begrüßt Bewegung beim REIT / Wohnimmobilien einbeziehen und Börsenwahlfreiheit gewähren
(Berlin) - Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Spitzenverband der privaten Immobilienwirtschaft, begrüßt die Überlegungen der künftigen CDU/CSU-FDP-Koalition zu prüfen, ob börsennotierte Real Estate Investment Trusts (REITs) künftig auch Wohnimmobilien erwerben können. "Wir brauchen einen REIT mit Wohnimmobilien und Börsenwahlfreiheit, sonst droht der Anlageform in Deutschland ein Flop. Während andere Länder wie die USA, Großbritannien und Frankreich das Potential des Wohnimmobilienmarktes erkannt haben, wurde beim deutschen REIT die Wohnimmobilie bislang unverständlicher Weise ausgeklammert", erklärte BFW-Präsident Walter Rasch. Darüber hinaus sei die gesetzliche Absicherung des REIT-Status gegen Maßnahmen Dritter essentiell.
Die Zwischenbilanz fast zwei Jahre nach der REIT-Einführung in Deutschland ist laut dem BFW-Präsidenten entsprechend ernüchternd: "Nach einem erhofften Boom haben sich bis heute lediglich zwei Unternehmen zu einem REIT gewandelt, acht Unternehmen befinden sich im Vor-REIT-Status und drei Unternehmen haben REIT-Pläne. Dies ist eine enttäuschende Bilanz, wenn man bedenkt, dass der REIT in Großbritannien zum gleichen Zeitpunkt eingeführt wurde und sich mittlerweile 23 Unternehmen erfolgreich zu einem UK-REIT gewandelt haben."
Ein weitaus größeres Potential hätte der REIT neben der Einbeziehung von Wohnimmobilien zudem, so Rasch, wenn der Zugang auch für nicht börsennotierte REITs gewährleistet würde. Auf diese Weise ließen sich für kleine und mittelständische Unternehmen Impulse für den Wohnungsbau und Investitionsimpulse in Renovierungs- und Sanierungsarbeiten - vor allem für energetische Maßnahmen - auslösen und zusätzliche Steuereinnahmen generieren. Die Börsennotierung sei mittelstandsfeindlich. Daneben sei eine Verlängerung der Exit-Tax notwendig.
"In der Frühphase eines Wirtschaftsaufschwungs kommt es darauf an, mehr Eigenkapital für Investitionen bereitzustellen. Der deutsche REIT ist in idealer Weise geeignet, schon in der Frühphase des Konjunkturaufschwungs der Volkswirtschaft durch Eigenkapital mehr Investitionsdynamik zu verleihen. Jetzt kommt es darauf an, dass die neue Regierung dies erkennt", meint Rasch.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)
Miriam Herke, Pressesprecherin
Kurfürstendamm 57, 10707 Berlin
Telefon: (030) 32781-0, Telefax: (030) 32781-299
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