Pressemitteilung | IHK - Industrie- und Handelskammer - Bremen und Bremerhaven / Handelskammer Bremen
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Gästeabend der Handelskammer und des Einzelhandelsverbands Nordsee: Einzelhandelskonzept soll Bremen als Oberzentrum in der Region profilieren

(Bremen) - Stärker als bisher muss sich Bremen als Einzelhandels-Oberzentrum in der Region profilieren. Nur ein funktionierender Einzelhandel stärkt die Anziehungskraft der Stadt für Bürger und Besucher gleichermaßen. Lutz H. Peper, Präses der Handelskammer Bremen, und Norbert Caesar, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands Nordsee, betonten beim gemeinsamen Gästeabend im Park Hotel die Notwendigkeit eines Zentren- und Einzelhandelskonzepts für die Gesamtregion.

Handelskammer-Präses Lutz H. Peper appellierte angesichts der in den letzten Monaten erstarkten Binnenwirtschaft sowie des gestiegenen privaten Verbrauchs an den Einzelhandel, die positive Grundstimmung zu nutzen: „Die Zeit für unternehmerische Entscheidungen, mutige Konzepte umzusetzen und an den eigenen Erfolg zu glauben, war für Ihre Branche seit langem nicht mehr so günstig.“ Dies müsse sich jetzt in Investitionen in der Innenstadt und den Stadtteilzentren ausdrücken. Nur durch Veränderung könne sich Bremen dauerhaft gegen die Konkurrenz behaupten. „Wir alle glauben an den Standort Bremen und damit auch an das Einzelhandels-Oberzentrum Bremen“, sagte Präses Lutz H. Peper und lobte den fairen Umgang der Händler mit der neuen Planung für den Space Park.

Mit Blick auf die Bürgerschaftswahl am 13. Mai forderte der Handelskammer-Präses die Politik zu weiteren Investitionen auf: „Effektive Wirtschaftsförderung ist nicht immer nur eine Frage des Geldes – sie beruht zu großen Teilen auch auf der Bereitschaft, Neues zu wagen: etwa bestehende Bürokratie abzubauen, Verwaltungsstrukturen zu optimieren oder die wirtschaftliche Selbstverwaltung zu stärken.“ Der Staat müsse sich mehr auf seine Kernaufgaben beschränken und gezielt Hürden beseitigen, die unternehmerisches Handeln behindern. Die Potenziale regionaler Kooperationen könnten in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten nun intensiv genutzt werden.

Norbert Caesar bezeichnete das Einzelhandelskonzept als „zwingend erforderlich“: „Es wird einen Beitrag für einen weniger konfliktbelasteten Umgang Bremens mit seinem Umland leisten können.“ In den nächsten Jahren müsse sich der Einzelhandel in Bremen drei Herausforderungen stellen: dem Zuwachs an Einzelhandelsflächen – er betrug seit 1993 im Umland rund 65 Prozent, in Bremen dagegen nur etwa 15 Prozent –; praktisch stagnierenden Umsätzen im Handel, von denen Branchenkenner bis 2015 ausgehen; und schließlich die Alterung der Gesellschaft. Sie werde Auswirkungen auf die Mobilität und das Einkaufsverhalten der Kunden haben.

Mit den Umlandgemeinden will Caesar zu einer engen Abstimmung und partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Grundlage eines interkommunal abgestimmten, verbindlich einzuhaltenden Konzepts zur Entwicklung des Einzelhandels in den Städten und Gemeinden der Region kommen: „Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, vor die sich die Region Bremen im nationalen Standortwettbewerb gestellt sieht, ist es nach unserer Auffassung dringend geboten, das unverändert hohe, politisch vergiftende Konfliktpotenzial einer weitgehend ungesteuerten Einzelhandelsentwicklung zu entschärfen.“

„Agieren statt reagieren“ ist für Norbert Caesar daher das Gebot der Stunde: Bremen müsse als Oberzentrum für Kunden aus der näheren und weiteren Umgebung interessanter gemacht werden und gleichzeitig den Versorgungs-interessen der Bremer Bürger Rechnung tragen. Im Mittelpunkt sollte die Entwicklung der Innenstadt und der Stadtteilzentren stehen. Großflächige Einzelhandelsbetriebe müssten in räumlich eng umgrenzten Bereichen konzentriert werden. Es gelte, eine weitere Zersplitterung der Einzelhandelsstandorte und Monostrukturen zu vermeiden.

„Handel, Verwaltung und Politik müssen verstärkt handelsorientierte Synergien aufbauen“, forderte Norbert Caesar. „In der Stadt Bremen wird zu Recht ein umfangreiches und differenziertes Handelsangebot erwartet. Gleichwohl ergibt sich die Attraktivität einer Stadt erst durch eine ausgewogene Mischung aus Dienstleistungs-, Kultur- und freizeitorientierten Einrichtungen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Handelskammer Bremen Dr. Stefan Offenhäuser, Referent, Public Relations Am Markt 13, 28195 Bremen Telefon: (0421) 36370, Telefax: (0421) 3637299

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