Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus / Mitglieder der BAG WfbM stärken Erinnerung und Teilhabe
(Berlin) - Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026 positioniert sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM) gegen Diskriminierung und Demokratiefeindlichkeit. Der Verband fordert, dass die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten oder bei anderen Leistungsanbietern beschäftigt sind, berücksichtigt werden müssen.
„Auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland, müssen wir das Gedenken an die Opfer – darunter mehr als 300.000 Menschen, die im Rahmen des sogenannten ‚Euthanasie‘-Programms ermordet wurden – lebendig halten. Die Mitglieder der BAG WfbM bieten dazu viele Projekte und Bildungsmaßnahmen an, die den Austausch und ein vielfältiges Miteinander stärken. Damit tragen sie auch aktiv dazu bei, dass die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen im politischen Diskurs mitgedacht werden“, sagt Andrea Stratmann, Vorstandsvorsitzende der BAG WfbM.
So hat das Andreaswerk eine Gedenkstätte für die Menschenwürde errichtet, die an die 88 Menschen mit Behinderungen aus dem Landkreis Vechta erinnert, die den Krankenmorden des NS-Regimes zum Opfer gefallen sind. Ein weiteres Beispiel ist das Projekt „Inklusive Bildungsarbeit in der Euthanasie-Gedenkstätte Brandenburg an der Havel“ der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg an der Havel gGmbH, das 2024 mit dem „exzellent“-Preis der BAG WfbM ausgezeichnet wurde.
Für die BAG WfbM und ihre Mitglieder ist der enge Austausch mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sehr wichtig – um über die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuklären, aber auch um heute und in Zukunft für eine bessere Teilhabe am Arbeitsleben zu sorgen.
„Die Würde und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen sind Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Offenheit und Dialog sind wichtig, um diesen Anspruch mit Leben zu füllen. Für Hass, Hetze und Populismus darf kein Platz sein“, betont Andrea Stratmann. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass Werkstätten und andere Leistungsanbieter sich konsequent für eine Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen einsetzen“.
Mehr zur Gedenkstätte für die Menschenwürde des Andreaswerks erfahren Sie unter https://www.andreaswerk.de/de/gedenkstaette-fuer-menschenwuerde.
Die inklusiven Angebote zur Geschichte des T4-Tötungsortes Brandenburg an der Havel werden hier näher vorgestellt: https://www.brandenburg-euthanasie-sbg.de/bildung/inklusiv/
Quelle und Kontaktadresse:
BAG WfBM e.V. - Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, Oranienburger Str. 13/14, 10178 Berlin, Telefon: 030 9 44 13 30 11
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