Gema kündigt Tarifverträge - ver.di fordert Rückkehr an den Verhandlungstisch
(Berlin) - Mit Erstaunen nimmt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zur Kenntnis, dass der Vorstand der Rechteverwertungsgesellschaft Gema den Gehaltstarifvertrag zum Ende dieses Jahres sowie den Rahmentarifvertrag zum 31. Dezember 2008 gekündigt hat. Damit kündigt die Gema eine über 40-jährige erfolgreiche Tarifpartnerschaft auf und gleichzeitig an, künftig rechtswidrig die Arbeits- und Einkommensbedingungen der rund 1.200 Beschäftigten allein mit der betrieblichen Interessenvertretung regeln zu wollen, sagte ein ver.di-Sprecher.
Auch die Betriebsräte der Gema hätten den Vorstand bereits aufgefordert, weiterhin mit ver.di Tarifverhandlungen zu führen.
ver.di hatte den Gehaltstarifvertrag bereits Ende Oktober gekündigt und fordert eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent. Zu begründen sei diese Forderung mit der sehr guten Ertragslage der Gema in den vergangenen zwei Jahren. Mit der Entscheidung, auch jetzt schon den Rahmentarifvertrag zum 31. Dezember 2008 zu kündigen, signalisiere der Gema-Vorstand allerdings, die Tarifbindung vollständig aufgeben zu wollen. Da wird ein Paradigmenwechsel gegen die Interessen der Beschäftigten angestrebt. Das funktioniert nicht. Lohnhöhe und Arbeitszeiten können nicht einseitig diktiert, sondern müssen am Verhandlungstisch geregelt werden, erklärte der ver.di-Sprecher.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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