Pressemitteilung | Deutscher Caritasverband e.V. - Geschäftsstelle Freiburg
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Gemeinsame Stellungnahme von Jugendbischof Bode und Caritas-Präsident Neher / Die Schwachen am Lehrstellenmarkt nicht aus den Augen verlieren

(Berlin) - Jugendbischof Franz-Josef Bode und Caritas-Präsident Peter Neher haben angesichts der heute (11. November 2007) vorgelegten Zahlen zum Ausbildungsstellenmarkt vor zu viel Euphorie gewarnt. "Wir freuen uns, dass die gute Konjunktur auch den Lehrstellenmarkt erreicht und mehr junge Leute als in den Vorjahren eine Ausbildung beginnen können", betonten der Osnabrücker Bischof und der Präsident des Deutschen Caritasverbandes am Donnerstag in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Allerdings dürfen wir uns von den Zahlen nicht täuschen lassen: Es gibt nach wie vor zahlreiche junge Menschen, die mit ihrer Schulbildung keine realistische Chance auf eine Ausbildung in einem Betrieb haben. Wir dürfen diese Jugendlichen nicht aus den Augen verlieren."

Ein Teil der positiven Entwicklung sei darauf zurückzuführen, dass die Bundesagentur für Arbeit mehr außerbetriebliche Ausbildungsplätze finanziert habe. "Für einige junge Leute ist dies ein guter Weg.", sagte Bode. "Die gute Konjunktur beseitigt aber nicht das Problem, dass viele junge Menschen keine Ausbildung beginnen konnten, sondern in Fördermaßnahmen auf die Lehre vorbereitet werden. Wir müssen Lösungen finden, wie auch schwächere Schüler den Einstieg ins Berufsleben finden. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Hier sind vor allem Schulen, Politik und Unternehmen gefordert", sagte Bode.

"Gerade benachteilige Jugendliche brauchen bereits zu einem frühen Zeitpunkt Unterstützung und Angebote zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung", sagte Neher. "Wir brauchen in und nach der Schule verlässliche Angebote, die die Entwicklung und die Ausbildungsfähigkeit junger Menschen fördern. Die Erfahrungen in den Einrichtungen der Caritas zeigen, dass auch Jugendliche mit schlechten Voraussetzungen bei entsprechender Förderung ihre Potenziale entwickeln können." Gleichzeitig wies Neher darauf hin, dass auch die Unternehmen Unterstützung bräuchten, um schwächere Jugendliche ausbilden zu können.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V. Claudia Beck, Pressesprecherin Karlstr. 40, 79104 Freiburg Telefon: (0761) 2000, Telefax: (0761) 200541

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