Pressemitteilung | Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP)

Gemischtes Fazit: Ausbildungsboom in der Pflege führt nicht zu mehr Pflegeplätzen

(Berlin) - Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) kritisiert Fachkraftquoten und Personalschlüssel als Ausdruck des Misstrauens gegenüber Pflegefachleuten. Sie verhindern Eigenverantwortung, Flexibilität und mehr Pflegeplätze.

Die Pflegeausbildung ist die beliebteste in Deutschland: Mit durchschnittlich 1.310 Euro im Monat ist sie die bestvergütete Ausbildung und auch bei den Ausbildungszahlen liegt sie mit knapp 60.000 neuen Auszubildenden an der Spitze – zum Vergleich: Die beliebteste duale Ausbildung ist Kraftfahrzeugmechatronik mit gut 24.000 neuen Auszubildenden.[3] Doch der Boom verpufft, wenn gut ausgebildetes Personal nicht sinnvoll eingesetzt werden darf und Pflegebedürftige die Ausbildungskosten mittragen müssen.

Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner:
„Pflege ist der beliebteste Ausbildungsberuf und wird am besten vergütet – das ist ein starkes Signal. Aber der Boom nützt nichts, wenn am Ende leere Betten bleiben, weil Fachleute durch Quoten und Personalschlüssel ausgebremst werden. Wer mehr Versorgung will, muss der Pflege endlich vertrauen – und aufhören, ihre Kompetenzen hinter Bürokratie zu verstecken.“

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP), Reinhardtstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 6780637-0

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