Gertz: "Investieren Sie jetzt in die Menschen in den Streitkräften" / Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Deutschen BundeswehrVerbandes in Berlin / Vorsitzender Bernhard Gertz richtet dringenden Appell an die Regierung
(Berlin) - "Sie müssen jetzt in die Menschen investieren." Mit einer klaren Botschaft an die Bundesregierung hat Oberst Bernhard Gertz, Vorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbands, heute (Mittwoch, 20. September) in Berlin die Bundeskanzlerin begrüßt. Angela Merkel war Ehrengast beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Interessen- vertretung aller Soldaten.
Das größte Kapital der Bundeswehr seien die Menschen in den Streitkräften, sagte Gertz. Sie bewältigten den Umbau von einer Verteidigungs- zur Einsatzarmee psychisch und physisch in bewundernswerter Weise. Außerdem legten die Soldaten im Auslands- einsatz - Minuten vor dem Festakt hatte der Bundestag dem jüngsten Einsatz vor der Küste Libanons zugestimmt - alle Ehre für die Bundesrepublik ein. "Der Besoldungsgesetzgeber hat die großen Leistungen bisher jedoch nicht einmal annähernd ausreichend gewürdigt."
Die Bundeswehr übernehme mit Bravour immer mehr Aufgaben, gleich- zeitig werde die Sparschraube beim Personal immer fester angezogen. Betroffen von der jüngsten 2,5-prozentigen Einkommenskürzung seien vor allem die Bezieher ohnehin kleinerer Einkommen. Die Soldaten dürften außerdem ob der großen Belastungen nicht länger mit den übrigen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gleich- gestellt werden.
Die Kanzlerin versprach, es werde nicht weiter gekürzt. Die Sparmaßnahmen schmerzten gewiss, und ihr sei das "durchaus bewusst". Merkel lobte die Soldaten als bestens ausgebildet und hoch motiviert. Das sei nicht zuletzt dem BundeswehrVerband zu verdanken, der sich seit 50 Jahren als verlässlicher und kritischer Partner von Politik und Bundeswehr für die Belange der Soldaten einsetze. Das Prinzip der Inneren Führung, das Modell des Staats- bürgers in Uniform, die gelungene Aufnahme von Frauen in die Streitkräfte, die europäische militärische Zusammenarbeit und die Verbesserungen der sozialen Rahmenbedingungen wären ohne die Arbeit des Verbands kaum denkbar.
Den Anteil des Verbandes an der deutschen Einheit lobte Bundestags -Vizepräsident Hermann-Otto Solms. Er nannte den DBwV einen wichtigen Ansprechpartner fürs Parlament.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher BundeswehrVerband e.V. (DBwV)
Wilfried Stolze, Pressesprecher
Schönhauser Allee 59, 10437 Berlin
Telefon: (030) 80470330, Telefax: (030) 80470350
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