Pressemitteilung | Arbeitgeberverband Gesamtmetall e.V.
Anzeige

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführerin Heike Maria Kunstmann zur Fachkräftediskussion: „Nicht jammern, handeln“

(Berlin) - „Die Metall- und Elektro-Industrie steht für ein in der Gesellschaft breit anerkanntes Engagement für die Ausbildung, sonst wäre sie weltweit nicht so erfolgreich“, bewertete Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführerin Heike Maria Kunstmann die heutigen (19. Juli 2007) Aussagen der IGM zum Fachkräftemangel. Die Metall- und Elektro-Unternehmen investieren jährlich rund 7 Mrd. Euro in die Aus- und Weiterbildung. Allein im letzten Jahr stellten sie 68.000 Auszubildende ein. Das war der zweithöchste Wert seit der Wiedervereinigung und ein Plus von über 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Derzeit befinden sich rund 190.000 junge Menschen in einer Ausbildung der M+E-Industrie. Hinzu kommen 16.000 Jugendliche, die in dualen Studiengängen oder an Berufsakademien ausgebildet werden.

„Der derzeitige Fachkräftemangel ist ein konjunktureller, der seine Ursache im Wirtschaftsaufschwung hat, er droht aber aufgrund der demographischen Entwicklung zu einem dauerhaften Problem zu werden“, sagte Kunstmann. „Besondere Aufmerksamkeit müssen wir der Mobilisierung von mehr Mädchen für unsere Berufe und der Verringerung der Studienabbrecherzahlen widmen. Hier stimmen wir mit der IGM überein“, betonte Kunstmann. „Im Gegensatz zur IGM aber kritisieren wir nicht, sondern tun etwas. Unsere Info-Mobile werben seit nahezu 20 Jahren für eine Ausbildung in der M+E-Industrie, mit „Think-Ing.“ bringen wir jungen Menschen den Ingenieur-Beruf nahe.“ Insgesamt engagieren sich die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie in rund 470 Projekten und investieren rund 50 Millionen Euro jährlich.

Kunstmann forderte, dass alle gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam an zentralen Punkten arbeiten müssen, um dem strukturellen Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dazu zählte sie insbesondere:

- Eltern, Freunde und Lehrer müssen jungen Menschen vermitteln, dass es sich lohnt, zu lernen. Ein Fünftel eines Jahrgangs fällt derzeit für eine Ausbildung aus und verpasst damit den Start ins Berufsleben.

- Die Lehrpläne müssen stärker auf Mathematik und Naturwissenschaften ausgerichtet werden, und die Lehrer müssen vermitteln, wie viel Spaß diese Fächer machen können, in denen es im Übrigen gute Gehälter und eine sichere Zukunft gibt.

- Ein Beitrag der IGM wäre es, mehr betriebliche Flexibilität bei der Ausbildung zu akzeptieren.

- Schließlich muss neben einer Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive eine gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften stehen, die sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes orientiert.

Quelle und Kontaktadresse:
Gesamtmetall Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V. Peter Klotzki, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Voßstr. 16, 10117 Berlin Telefon: (030) 55150-0, Telefax: (030) 55150-400

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige