Gesundheitsbewusstes Verhalten belohnen! / Deutsche Krebshilfe nimmt Stellung zur Gesundheitsreform
(Bonn) - Der Referentenentwurf zur Gesundheitsreform wird derzeit auf allen Ebenen des Gesundheitswesens ausführlich diskutiert. Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe ist es durchaus sinnvoll, künftig diejenigen Versicherten zu belohnen, die gesundheitsbewusst handeln, also die Prävention ernst nehmen und an den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Ein Bonus-System kann ein Anreiz für die Bevölkerung sein, sich gesundheitsbewusst zu verhalten, betonte Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, heute, am 18. Oktober 2006, in Bonn.
Für die so genannten Massentumoren, also Krebserkrankungen, an denen besonders viele Menschen erkranken, bieten die gesetzlichen Krankenkassen jährliche Früherkennungsuntersuchungen an. Dazu gehören bei den Frauen der Gebärmutterhalskrebs (Früherkennung ab dem 20. Lebensjahr) und der Brustkrebs (Früherkennung ab dem 30. Lebensjahr), bei den Männern das Prostatakarzinom (Früherkennung ab dem 45. Lebensjahr), und bei beiden Geschlechtern der Haut- und Darmkrebs. An dieser Stelle ist es uns jedoch auch wichtig zu betonen, dass das gesetzliche Krebs-Früherkennungsprogramm regelmäßig überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden muss, sagte Nettekoven. Die Deutsche Krebshilfe ist bereit, sich mit ihrem Fachausschuss Krebs-Früherkennung in den wissenschaftlichen Evaluierungsprozess einzubringen.
Der Entwurf zur Gesundheitsreform sieht vor, dass die Versicherten, die die Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen, jedoch im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken, weniger Zuzahlungen leisten müssen (ein Prozent des Bruttoeinkommens statt zwei Prozent). Doch die Reform darf keinesfalls darauf hinaus laufen, dass Menschen, die an einer Krebsart erkranken, für die es keine Früherkennungsmöglichkeiten gibt, finanziell belastet werden, so Nettekoven. Insofern muss der Reformentwurf aus Sicht der Deutschen Krebshilfe präzisiert und überarbeitet werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Krebshilfe e.V.
Dr. Eva M. Kalbheim, Pressesprecherin
Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn
Telefon: (0228) 729900, Telefax: (0228) 7299011
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