Pressemitteilung | Stiftung Deutsche Krebshilfe
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Gesundheitsminister beraten über Rauchverbote / Deutsche Krebshilfe fordert bundesweit einheitliche Lösung

(Bonn) - Auf Einladung der niedersächsischen Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann treffen sich die Gesundheitsminister der Bundesländer am Freitag, den 23. Februar 2007, in Hannover, um über Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten zu diskutieren. Die Deutsche Krebshilfe fordert die Minister auf, den Schutz der Bevölkerung vor dem Passivrauchen zügig zu verbessern. „Der Gesundheitsschutz in Deutschland sollte einen ebenso hohen Stellenwert bekommen wie in vielen unserer europäischen Nachbarländer auch“, schreibt die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, in ihrem Appell an die Minister. Rauchverbote gibt es bereits in Irland, Schottland, Spanien, Frankreich, Italien, Finnland, Schweden und Norwegen.

In Deutschland gehen jährlich insgesamt 140.000 Todesfälle auf das Konto des Rauchens, 3.300 Menschen sterben an den Folgen des Passivrauchens. Bislang ist eine bundeseinheitliche Lösung für umfassende Rauchverbote noch nicht in Sicht. „Rauchverbote in der Öffentlichkeit und in der Gastronomie sind praktikabel und wirksam. Wie die Erfahrungen in Ländern mit Rauchverboten zeigen, wurden seitens der Gastronomie vorab immer Befürchtungen vor Einkommensverlusten geäußert, die sich jedoch im Nach¬hinein als unbegründet erwiesen. Klare, umfassende Regelungen für eine rauchfreie Luft ohne komplizierte Ausnahmeregeln erfordern den geringsten bürokratischen Aufwand und können gut kontrolliert werden“, erläutert Schipanski. Die Deutsche Krebshilfe setzt sich für eine bundeseinheitliche Lösung ein, um einen föderalen Flickenteppich zu vermeiden.

Rauchen ist der größte vermeidbare Gesundheitsrisikofaktor. Konsequentes Handeln ist nötig, um die Gefahren zu bannen. Zu den weiteren Forderungen der Deutschen Krebshilfe für eine konsequente Tabakkontrollpolitik gehören auch umfassende Tabakwerbeverbote, die Abschaffung der Zigarettenautomaten, die Bekämpfung des Tabakschmuggels und das flächendeckende Angebot von Raucherentwöhnungsmaßnahmen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Krebshilfe e.V. Dr. Eva M. Kalbheim, Pressesprecherin Buschstr. 32, 53113 Bonn Telefon: (0228) 72990-0, Telefax: (0228) 72990-11

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