Gesundheitsreform: 21.000 Menschen bei Demonstrationen
(Berlin) - 12.500 Beschäftigte von Krankenkassen und aus dem Gesundheitswesen haben am heutigen Donnerstag (27. Juli 2006) gegen die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung protestiert. Zu den Kundgebungen und Demonstrationen in München, Bonn und Mainz hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufgerufen. Bereits am Mittwoch (26.07.) nahmen 8.500 Menschen in Berlin und Hamburg an Protestveranstaltungen teil.
In Bonn warf ver.di-Bundesvorstandsmitglied Isolde Kunkel-Weber der Bundesregierung vor, sie wolle ein gut funktionierendes System zerstören, um parallel eine neue Bürokratie aufzubauen. Die Große Koalition hatte in einem Eckpunktepapier die Bildung eines zentralen Gesundheitsfonds zum Einzug der Sozialversicherungsbeiträge angekündigt, obwohl es beim bisherigen Beitragseinzug durch die Krankenkassen niemals Kritik gegeben hat.
Nach ver.di-Angaben sind 30.000 Beschäftigte, darunter viele teilzeitbeschäftigte Frauen, von den angekündigten Maßnahmen betroffen. Wir werden unsere Empörung über Aktionismus, der Arbeitsplätze kostet, weiter auf die Straße tragen, sagte Kunkel-Weber. Gleichzeitig will ver.di die Gespräche mit der Regierung fortsetzen und den Sachverstand vieler tausend Beschäftigter für eine gerechte Reform anbieten. Ziel der Gewerkschaft bleibe ein solidarisches Gesundheitssystem unter Einbeziehung der privaten Krankenversicherungen. Dazu gehöre eine Vernetzung von Arztpraxen und Krankenhäusern sowie eine Positivliste bei den Medikamenten.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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