GKV-Arzneimittelausgaben 2025: Keine Überraschung – aber klarer Handlungsauftrag
(Berlin) - Die vorläufigen GKV-Finanzergebnisse für das Jahr 2025 liegen vor. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß angestiegen. Die Gründe dafür sind unter anderem ausgabenintensive gesetzliche Regelungen aus der Vergangenheit und ein wachsender medizinischer Behandlungsbedarf. Im Ergebnis haben die Kassen trotz schwächerer Beitragseinnahmen einen Überschuss erwirtschaftet. Die Finanzreserven insgesamt haben sich damit zum Ende des letzten Jahres weiter auf 5,1 Milliarden Euro erhöht und liegen damit nur noch knapp unter der vorgesehenen Mindestreserve.
Die Ausgaben im Arzneimittelbereich stiegen im Vergleich zur Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent und damit um 2 Prozentpunkte weniger als die Leistungsausgaben insgesamt. Der Arzneimittelbereich hat sich damit deutlich moderater entwickelt als die anderen großen Leistungsbereiche.
„Für die gesetzliche Krankenversicherung besteht erheblicher Reformbedarf; und dies in einer Zeit, in der sich internationale Rahmenbedingungen drastisch verändern. Die Versorgung mit Arzneimitteln und große Investitionen am Pharmastandort Deutschland sind längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Auf diese Herausforderungen müssen gute politische Lösungen gefunden werden, keine isolierten Antworten für einzelne Fragestellungen“, sagt vfa-Präsident Han Steutel. „Ich bin optimistisch, dass dies im Dialog mit der Politik gelingen kann und die richtigen Schlüsse aus den Diskussionen im Pharmadialog und den Vorschlägen der FinanzKommission Gesundheit gezogen werden. Es braucht alle Anstrengungen, um den Arzneimittelmarkt innovationsfördernd aufzustellen, den Zugang zu innovativen Medikamenten auch zukünftig zu sichern und den Investitionsstandort attraktiv zu gestalten“, so Steutel weiter.
Die aktuelle Finanzlage der GKV unterstreicht den Handlungsauftrag an die Bundesregierung: Gefragt sind tragfähige Strukturreformen mit Anreizwirkungen für einen innovationsoffenen Arzneimittelmarkt und eine wachstumsorientierte Standortpolitik. Planungssicherheit und Verlässlichkeit sind in der aktuellen geopolitisch angespannten Lage zentrale Voraussetzungen für Investitionen in eine gute Patientenversorgung.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA), Jochen Stemmler, Pressesprecher(in) Politik, Charlottenstr. 59, 10117 Berlin, Telefon: 030 206040
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