GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefährdet Hebammenexistenzen und geburtshilfliche Versorgung
(Berlin) - Der Deutsche Hebammenverband (DHV) kritisiert den jüngst vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Referentenentwurf für ein Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Aus DHV-Sicht straft der Entwurf Leistungserbringer*innen pauschal ab, belastet vulnerable Gruppen überproportional und lässt Vorschläge zur Prävention völlig außen vor.
DHV-Präsidentin Annika Wanierke äußert sich zu den geplanten Kürzungen bei Hebammen wie folgt:
„Aus Hebammensicht ist der vorgelegte Entwurf schlicht skandalös. Er gefährdet die Existenz von Hebammen, von denen viele durch den neuen Hebammenhilfevertrag ohnehin schon stark belastet sind, und damit auch die geburtshilfliche Versorgung. Der Entwurf sieht vor, künftige Vergütungssteigerungen bei freiberuflichen Hebammen ab 2028 an die Grundlohnrate zu koppeln. In den Jahren 2027 bis 2029 sollen sie sogar um einen weiteren Prozentpunkt darunter begrenzt werden. Eine Honorarentwicklung auf dieser defizitären Basis gesetzlich einzufrieren, wird für viele Kolleg*innen das endgültige Berufs-Aus bedeuten.
Wenn nun auch noch über das Pflegebudget in den Kliniken empfindliche Einschnitte in die Vergütung und Personalstärke der Hebammen vorgenommen werden, gefährdet dies nicht nur Existenzen, sondern stellt zudem die geburtshilfliche Versorgung und präventive Arbeit in der Geburtshilfe in Frage. Mit unserer Stellungnahme appellieren wir an die Politik: Verlieren Sie die Begleitung der Familiengründungsphase nicht aus dem Blick! Hebammen sind mit 0,24 Prozent der GKV-Ausgaben kein Kostentreiber. Die Beitragssatzstabilität darf nicht auf dem Rücken derjenigen ausgetragen werden, die den Start ins Leben sichern und die Gesunderhaltung fördern.“
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV) - Bundesgeschäftsstelle, Katharina Buri, Leiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Gartenstr. 26, 76133 Karlsruhe, Telefon: 0721 981890
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