Gleichberechtigung bleibt auch im Gesundheitswesen eine Daueraufgabe / Pharma Deutschland Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann: Gender Health Gap zeigt den politischen Handlungsbedarf
(Berlin) - Zum Internationalen Frauentag macht Pharma Deutschland auf die anhaltenden Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern aufmerksam - in Gesellschaft, Arbeitswelt und insbesondere im Gesundheitswesen. Die Pharmabranche kann auf Erfolge verweisen, ist aber noch nicht am Ziel: Zwar bietet sie mit einem hohen Frauenanteil in der Belegschaft und vielen weiblichen Führungskräften Frauen vergleichsweise gute Karrierechancen, doch Lohnunterschiede, gläserne Decken und Probleme bei der Vereinbarkeit sind auch in Pharmaunternehmen weiterhin Realität.
"Frauen sind weltweit noch immer mit Ungleichheiten konfrontiert - bei Einkommen und Karrierechancen, bei der Verteilung von Sorgearbeit und in der Gesundheitsversorgung", sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
Frauen leben zwar länger als Männer, verbringen aber deutlich mehr Jahre mit gesundheitlichen Einschränkungen und erleben häufiger Fehldiagnosen oder lange Odysseen bis zur richtigen Behandlung. Das gilt besonders für frauenspezifische Erkrankungen wie Endometriose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit atypischen Symptomen oder Autoimmunerkrankungen, die bei Frauen deutlich häufiger auftreten. Das Gender Health Gap ist damit nicht nur ein medizinisches, sondern vor allem ein politisches und gesellschaftliches Problem. In einer wirklich gleichberechtigten Gesellschaft dürfte es diese Lücke gar nicht geben - ihr Fortbestehen zeigt, wie groß der Handlungsbedarf tatsächlich ist.
Die Schließung des Gender Health Gap ist daher eine politische Forderung: Sie braucht klare Prioritäten in der Gesundheitspolitik, bessere Datengrundlagen, verbindliche Standards in Forschung und Versorgung und eine öffentliche Debatte.
"Das Vorhandensein des Gender Health Gap zeigt uns sehr klar: Wir sind in Sachen Gleichberechtigung noch längst nicht am Ziel", betont Dorothee Brakmann. "Wer ernsthaft gleiche Rechte und gleiche Chancen für Frauen will, muss auch gleiche Gesundheit ermöglichen -, die Frauen genauso in den Blick nimmt wie Männer. Eine Gesellschaft, die Frauenrechte ernst nimmt, darf den Gender Health Gap nicht hinnehmen."
Quelle und Kontaktadresse:
Pharma Deutschland e.V., Ubierstr. 71-73, 53173 Bonn, Telefon: 0228 957450
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