Pressemitteilung | Katholischer Deutscher Frauenbund - Landesverband Bayern e. V.

"Gleichberechtigung von Frauen ohne Wenn und Aber" / Frauenbund: Hinweis auf Fachkräftemangel entwertet Frauen als Lückenbüßerinnen

(München) - "Es ist an der Zeit, dass es in unserem hoch entwickelten Land endlich zu einer tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern kommt", erklärt Elfriede Schießleder, die Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Schießleder ärgert sich: "Der vielfache Verweis von Wirtschaft und Politik auf einen anstehenden Fachkräftemangel entwertet Frauen als Lückenbüßerinnen." Der Frauenbund ist mit 180.000 Mitgliedern der größte Frauenverband Bayerns.

Als Kernproblem sieht Schießleder: Männer und Frauen entwickeln sich auf Grund ihrer biographischen Prägung unterschiedlich. Diese Verschiedenheit muss als Wert erkannt und geschätzt werden. Frauen sollen zwar deutlich mehr verantwortungsvolle Aufgaben und Leitungsfunktionen in Unternehmen erhalten. Dies müsse gesetzlich geregelt werden, denn freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft haben bisher zu keinem neuen Ergebnis geführt. "Aber wer ausschließlich effizienzsteigernde Wirkungen einer verstärkten Frauenbeteiligung in den obersten Entscheidungsgremien von Unternehmen erwartet, wird den besonderen Kompetenzen und Charismen von Frauen nicht gerecht", ist sich die KDFB-Landesvorsitzende sicher: "Erst wenn hier gleiche Würdigung auch gleiche Chance bedeutet, wird ein Weltfrauentag überflüssig werden."

Bereits seit mehr als 100 Jahren setzt sich der KDFB für den gleichberechtigten Zugang zu Erwerbsarbeit, Weiterbildung, Aufstiegsmöglichkeiten und gerechte Löhne von Frauen ein. Immer wieder fordert der Verband von Politik und Wirtschaft, Diskriminierungen zu beenden, Frauen- und Männerarbeit einheitlich zu bewerten und die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege für beide Geschlechter zu gewährleisten.

Der Frauenbund fordert alle Frauen auf, die Berliner Erklärung unter www.berlinererklaerung.de zu unterzeichnen. Bis April besteht dort die Möglichkeit, eine gesetzliche Regelung zur gleichen Beteiligung von Frauen an allen Entscheidungsprozessen in der Wirtschaft zu fordern.

Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. Pressestelle Schraudolphstr. 1, 80799 München Telefon: (089) 286236, Telefax: (089) 283951

(cl)

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