Großaufträge aus Ausland bremsen Rückgang in Elektroindustrie
(Frankfurt am Main/Berlin) - Der Rückgang in der deutschen Elektroindustrie hat sich spürbar verlangsamt. Grund sind vor allem Großaufträge aus dem Ausland. Insgesamt liegen die Auftragseingänge im September um 20 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Inländische Kunden bestellten 27 Prozent weniger als vor einem Jahr, ausländische aber nur elf Prozent. "Insgesamt sind zwischen Januar und September die Auftragseingänge um 32 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken, In- und Auslandsbestellungen waren dabei gleichermaßen stark betroffen", resümierte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.
Die Produktionsplanungen der Elektro-Unternehmen sind im Oktober per Saldo wieder positiv. 19 Prozent der Firmen wollen in den kommenden drei Monaten mehr herstellen. 65 Prozent planen, ihr Produktionsniveau gleich zu belassen, und 16 Prozent wollen ihren Ausstoß zurückfahren. Im September hat die deutsche Elektroindustrie 24 Prozent weniger umgesetzt als vor einem Jahr. Während der Inlandsumsatz um 25 Prozent zurückgegangen ist, nahm der Auslandsumsatz um 24 Prozent ab. Damit setzt sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate fort.
Über den gesamten Zeitraum von Januar bis September ist der Elektro-Umsatz um 26 Prozent gegenüber Vorjahr gefallen. Eine Seitwärtsbewegung zeigt sich auch bei der preisbereinigten Produktion, die im September um 22 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau geblieben ist. In den ersten neun Monaten hat sich die Herstellung elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse um 24 Prozent gegenüber Vorjahr verringert. Die Kapazitätsauslastung in der Elektroindustrie lag im Oktober bei 75 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung. Gegenüber Juli ist dies ein Anstieg um gut drei Prozentpunkte.
Die Unternehmen haben ihre aktuelle Lage im Oktober zum vierten Mal in Folge etwas günstiger beurteilt als im Vormonat - wenn auch nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau.
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Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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