Pressemitteilung | UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V.
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Grüne Moleküle beim Klimaschutz mitdenken!

(Berlin) - Die Bundesregierung arbeitet an einem neuen Programm zur Einhaltung der gesetzlichen Klimaziele. Die UNITI hat sich an der öffentlichen Konsultation beteiligt und betont in ihrer Stellungnahme1, dass die Klimaziele nur erreicht werden können, wenn die Energiewende nicht nur als Strom-, sondern auch als Molekülwende gedacht wird.

Moleküle decken rund 80 Prozent des Endenergiebedarfs in Deutschland, Strom hat einen Anteil von 20 Prozent. Selbst falls es gelingt, durch Effizienzsteigerungen und weitere Elektrifizierung den Stromanteil bis 2045 auf 50 Prozent zu steigern, wird die Hälfte der zukünftig benötigten Endenergie in Form von erneuerbaren gasförmigen und flüssigen Molekülen zur Verfügung stehen müssen, beispielsweise für die energieintensive Industrie (chemische Industrie, Stahl, Grundstoffindustrie), den Energiesektor (Beispiel wasserstoffbasierte Gaskraftwerke und Energiespeicherung), den Gebäudebereich (gasförmige und flüssige Brennstoffe) und für den Verkehr (flüssige und gasförmige Kraftstoffe). „Bislang wird das Potential und die Notwendigkeit grüner Moleküle für das Gelingen der Energiewende nicht ausreichend mitgedacht. Die Konzentration des Gesetzgebers vor allem auf Strom bzw. Elektronen verteuert die Energiewende, untergräbt die Versorgungssicherheit und schadet dem Klimaschutz“, bemängelt UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn.

Um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen, ist es aus UNITI-Sicht entscheidend, einen ambitionierten und schnellen Markthochlauf nicht-fossiler Kraftstoffe zu ermöglichen und anzureizen. Als erste Maßnahme sollte dafür das de facto EU-Neuzulassungsverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zurückgenommen werden. „Das im Dezember 2025 von der EU-Kommission vorgestellte Mobilitätspaket ist allerdings eine Mogelpackung, die nicht das Verbrennerverbot revidiert, sondern den „all electric“-Kurs weiter festigt und so den Hochlauf erneuerbarer Kraftstoffe ausbremst“, erläutert Elmar Kühn von UNITI. Dringenden Handlungsbedarf des EU-Gesetzgebers sieht die UNITI des Weiteren u.a. hinsichtlich einer anwendungsorientierten europäischen Kraftstoffregulierung, die für nicht-fossile Kraftstoffe ambitionierte Beimischungsquoten vorsieht, sowie für eine Reform der EU-Energiesteuerrichtlinie, die ihre Klimaschutzbeiträge durch niedrigere Energiesteuersätze anerkennt. „Die Bundesregierung sollte das in Europa forcieren und zudem auf nationaler Ebene die Molekülwende mit geeigneten flankierenden Maßnahmen vorantreiben“, fordert der UNITI-Hauptgeschäftsführer.

Auch im Wärmemarkt können erneuerbare Flüssigbrennstoffe zum Einsatz kommen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Neben der physischen Beimengung sollte vor allem die bilanzielle Anrechenbarkeit von grünem Heizöl regulativ ermöglicht werden. Statt vieler Detailvorgaben sollten Einfachheit, Technologieoffenheit und Flexibilität die ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) prägen, um Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit bei der Transformation jederzeit zu gewährleisten.

UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn: „Der Energiemittelstand ist bereit, im Verkehrssektor und im Wärmemarkt seinen Beitrag für mehr Klimaschutz zu leisten. Die Grundlage dafür ist eine pragmatische und unideologische Gesetzgebung, die die Bedeutung grüner Moleküle für das Gelingen der Energiewende anerkennt sowie ihren Hochlauf und Einsatz unterstützt.“

Quelle und Kontaktadresse:
UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V., Alexander Vorbau, Leiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jägerstr. 6, 10117 Berlin, Telefon: 030 755414-300

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