Grundsteuer nicht erhöhen / Immobilienwirtschaft und strukturschwache Regionen besonders betroffen
(Berlin) - Eine höhere Grundsteuer hält der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) für nicht vertretbar. Hände weg von der Grundsteuer. Eine pauschale Erhöhung würde die Immobilien- und Wohnungswirtschaft einseitig belasten und besonders strukturschwache Regionen treffen, kritisiert der BFW-Vorsitzende Walter Rasch jüngste Überlegungen aus Regierungskreisen, über die Anhebung der Grundsteuer weite Teile der geplanten Körperschaftsteuersenkung finanzieren zu wollen.
Mehr als gewöhnliche Gewerbetreibende hält die Immobilienwirtschaft oftmals große Bestände an Grundbesitz, so dass sie in besonderem Maße von einer höheren Grundsteuer betroffen wäre. Fatale Folgen hätte eine verschärfte Grundsteuer in strukturschwachen Gebieten mit hohen Leerständen. Nach heutiger Rechtslage bleiben Unternehmer bei Leerstand auf der Steuer sitzen, denn eine Umlage auf Mieter ist in diesem Fall nicht möglich. Wirtschaftlich rückständige Regionen würden gegenüber wachstumsstarken Ballungsräumen damit noch mehr ins Hintertreffen geraten.
Das von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe geplante Konzept der Wertermittlung nach Bodenrichtwerten, der Einteilung nach Typen wie Büros, Fabriken, Einfamilienhäusern und Mietwohnungen, sowie die anschließende pauschale Besteuerung wird vom BFW grundsätzlich begrüßt. Eine Neuregelung der Grundsteuer dürfe jedoch nicht zu neuen Ungleichgewichten führen, weshalb Ausnahmeregelungen beispielsweise bei Leerstand zugelassen werden müssten.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)
Oliver Falk, Pressesprecher
Kurfürstendamm 57, 10707 Berlin
Telefon: (030) 32781-0, Telefax: (030) 32781-299
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