Gutachten zeigt: Gips-Versorgung in Niedersachsen gefährdet
(Hannover) - Das vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und Niedersächsischen Umweltministerium beauftragte und heute veröffentlichte Gutachten (Stand: 20.11.2025) zur Gesamtlage des Rohstoffes Gips in Niedersachsen bestätigt den seit Jahren bekannten Handlungsdruck:
Die Gipsversorgung gerät unter Druck, weil große Teile der ausgewiesenen Rohstoffsicherungsflächen derzeit nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind und Ersatzstoffe die entstehende Lücke nicht schließen können. Die UVN fordern deshalb schnelle politische Entscheidungen, damit der Rohstoff auch in Zukunft zur Verfügung steht und drängen auf eine zügige Umsetzung der Empfehlungen zur Sicherung unserer heimischen Rohstoffversorgung.
Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN), sagt dazu:
„Das Gutachten bestätigt, was die niedersächsische Wirtschaft seit Jahren betont: Wer Wohnungsbau, Sanierung und industrielle Wertschöpfung sichern will, muss auch die heimische Naturgipsgewinnung sichern. Die Politik darf die eigene Faktenbasis jetzt nicht ignorieren. Wenn die Landesregierung Versorgungssicherheit, Wohnungsbau und Klimaziele ernst meint, muss sie diese Ergebnisse verbindlich in Landesraumordnung, Regionalplanung und Genehmigungspraxis übersetzen.
Das Gutachten zeigt deutlich: Die Substitutionsmöglichkeiten für Naturgips sind begrenzt, Recyclingpotenziale allein werden die Lücke nicht schließen können, die Verfügbarkeit von REA-Gips wird mit dem Kohleausstieg weiter sinken und ein Großteil der bekannten Lagerstätten ist derzeit nicht verfügbar.”
“Die Gipsunternehmen tragen Verantwortung für Wertschöpfung in der Region, Arbeitsplätze und Landschaftspflege. Wir brauchen endlich Planungssicherheit. Wer auf heimische Rohstoffe verzichtet, verlagert Rohstoffgewinnung ins Ausland, nimmt längere Transportwege, höhere Kosten und neue Abhängigkeiten in Kauf. Das kann niemand wollen,“ erklärt Carsten Ketteler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipsunternehmen (AHG) Niedersachsen.
Die UVN betonen, dass Rohstoffsicherung, Klimaschutz und Naturschutz kein Widerspruch sind. Dazu gehören aus Sicht der UVN auch ein konsequenter Ausbau des Gipsrecyclings, wenngleich dies die Lücke nicht schließen kann. Entscheidend ist, Recycling und heimischen Naturgips nicht gegeneinander auszuspielen. Die Landespolitik muss den Dialog zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden fortsetzen und auf Basis des Gutachtens eine pragmatische, nachhaltige Strategie für den Rohstoff Gips in Niedersachsen entwickeln.
Quelle und Kontaktadresse:
UVN Unternehmerverbände Niedersachsen e.V., Catharina Herrmann-Daues, stellv. Pressesprecher(in), Schiffgraben 36, 30175 Hannover, Telefon: 0511 85050
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