Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE)
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Gute Exportchancen in Bulgarien und Rumänien

(Berlin) - Gute Absatzpotentiale bieten sich für deutsche Exporteure in den beiden neuen EU-Mitgliedsländern Bulgarien und Rumänien. In diesem Urteil waren sich die Experten einig, die das Thema anlässlich der gemeinsamen Fachtagung von BVE und CMA am 19.01.2007 im Rahmen der Internationalen Grünen Woche diskutierten.

Steigende Reallöhne, wachsender privater Konsum und sinkende Preissensibilität vor Ort sind wichtige Voraussetzungen für den Absatz. Besonders die Nachfrage nach einer vielfältigeren Produktpalette wächst. Gleichzeitig „haben Molkereien und Fleischverarbeitende Betriebe bei den stark zersplitterten bäuerlichen Strukturen hohen Aufwand bei Erfassung, Lagerung und Transport. Dem Wunsch der Verbraucher nach abwechslungsreichen Produkten können einheimische Hersteller in der Regel nicht nachkommen,“ so Dr. Jasmin Sani, Leiterin der CMA Außenstelle Mittelosteuropa. Der Handel in den beiden neuen Mitgliedsländern ist daher in hohem Maße auf Importe angewiesen.

Als Kennerin des Lebensmitteleinzelhandels in Rumänien charakterisiert Caroline Selea, Geschellschafterin des rumänischen Importunternehmens JBC Eden SRL den Einzelhandelssektor vor Ort. Die Zahl der Lebensmitteleinzelhandelgeschäfte sinkt, während die Umsätze steigen. Langfristig werden diejenigen Geschäfte überleben, die zu akzeptablen Preisen einen Mehrwert bieten können. Von dieser Entwicklung profitieren nach Einschätzung der Marktexpertin aufgrund einer transparenteren Preisgestaltung, eines effizienteren Logistiksystems und eines überschaubaren Abnehmerkreises die Hersteller und Importeure. Bei internationalen Handelsketten – hier sind als Vorreiter Plus, Penny und Spar zu nennen - ist der klassische Prozess der Expansion von der Metropole zur Provinz zu beobachten.

Nicht nur für Exporteure sondern auch für Investoren, besonders im Bereich der Milch- und Fleischwirtschaft, sind Bulgarien und Rumänien interessante Märkte. Nach wie vor besteht ein großer Nachholbedarf an technischen Investitionen zur Erlangung der EU-Standards. Wachsende neue Absatzmärkte und vergleichsweise geringe Lohnkosten in Verbindung mit steuerlichen Anreizen locken Investoren. Carla Everhardt, Rechtsanwälting bei Rödl&Partner stellte die gesetzlichen Rahmenbedingungen vor Ort dar gab Tipps für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen in den Ländern.

Ganz gleich ob exportiert oder investiert wird, Auslandsaktivitäten sind für Unternehmen mit erheblichen Investitionen verbunden. Josef Schnepper, Prokurist, DEG, gab einen Überblick über die Finanzierungs- und Förderinstrumente für Unternehmenstätigkeiten in Bulgarien und Rumänien und stand für konkrete Fragen hinsichtlich der Beantragung von Fördermitteln zur Verfügung.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Sabine Eichner Lisboa, Geschäftsführerin, Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 200786-0, Telefax: (030) 200786-299

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