Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Hammerschlag: "Vivantes-Tarif ist Leitwährung für DRK Kliniken" / Tarifverhandlungen sind gescheitert / Urabstimmung wird eingeleitet

(Berlin) - In einer außerordentlichen Sitzung hat der Vorstand des Marburger Bund Landesverbandes Berlin/Brandenburg gestern (31. August 2009) Abend die Tarifverhandlungen mit den DRK Kliniken Berlin für gescheitert erklärt. Die Mitglieder des Marburger Bundes in den DRK Kliniken Berlins werden nun aufgefordert, in einer Urabstimmung über die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen zu entscheiden. "Wir sind die Täuschungsmanöver und Hinhaltetaktik der Arbeitgeberseite leid. Seit über einem Jahr bemühen wir uns redlich um einen tragfähigen Kompromiss auf der Basis des Tarifvertrages mit den Vivantes-Kliniken. Dieses Angebot hat die Arbeitgeberseite rüde ausgeschlagen. Deshalb werden wir jetzt zu anderen Mitteln greifen, um die berechtigten Interessen der Ärztinnen und Ärzte an den DRK Kliniken durchzusetzen. Die Ärzte an den DRK Kliniken haben das Recht, genauso bezahlt zu werden wie ihre Kollegen an den kommunalen Krankenhäusern. Der Vivantes-Tarif muss auch die Leitwährung für die DRK Kliniken in Berlin sein", sagte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag.

Von der Streikbereitschaft der Ärzte konnte sich auch Dr. Kilian Tegethoff, Vorsitzender des Landesvorstandes Marburger Bund Berlin/Brandenburg gestern (31. August 2009) Abend bei einem Treffen der Ärztesprecher überzeugen: Weit über 100 Ärzte, ein Viertel aller Kollegen an den DRK Kliniken, folgten der Einladung des Marburger Bundes und demonstrierten ihren Willen, für ihre Rechte notfalls auch zu streiken. "Die Ärzte empfinden die Verhandlungstaktik der Arbeitgeber als Schlag ins Gesicht, weil ihnen das verwehrt werden soll, was andere Kollegen in der Stadt längst erreicht haben. Für die weitere Entwicklung in dieser Tarifauseinandersetzung ist deshalb einzig und allein die Geschäftsführung der DRK Kliniken verantwortlich", so Tegethoff. Die Geschäftsführung schade ihren eigenen Interessen, weil sie letztlich ihren Ärzten signalisiere, dass sie schlechter bezahlt werden sollen als ihre Kollegen an anderen Kliniken der Stadt. "Zur Konkurrenzfähigkeit einer Klinik gehören auch leistungsgerechte Gehälter. Das hat die Arbeitgeberseite noch nicht verstanden, aber wir werden es ihr beibringen", sagte der MB-Landesvorsitzende.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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