Handelskammer fordert Parlamentarier in Brüssel auf Port Package II bei der ersten Lesung diese Woche ablehnen
(Bremen) - Die Handelskammer Bremen hat gemeinsam mit den 13 weiteren Kammern der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Industrie- und Handelskammern (IHK Nord) die Parlamentarier im Europäischen Parlament dazu aufgefordert, in der ersten Lesung am 17. und 18. Januar 2006 gegen den Richtlinienvorschlag Port Package II zu stimmen.
Handelskammer-Präses Dr. Patrick Wendisch: Es kann nicht sein, dass in Brüssel eine Richtlinie für Hafendienstleistungen umgesetzt wird, die letztlich niemand haben will: weder die Hafenbetreiber noch die Nutzer der Häfen. Es gibt keinen Grund, leistungsfähige und in einem intensiven Wettbewerb stehende deutsche und europäische Hafenunternehmen mit einer Richtlinie zu konfrontieren, deren Ziel längst umgesetzt ist.
Die IHK Nord, die insgesamt mehr als 500.000 Unternehmen in Norddeutschland vertritt, habe mehrfach betont, dass die mit der Richtlinie verfolgten Ziele zur weiteren Verbesserung der Dienstleistungsqualität der Seehäfen grundsätzlich positiv seien. Eine hohe Dienstleistungsqualität sei nachhaltig nur durch Wettbewerb sicherzustellen. Präses Dr. Wendisch betonte aber: Wettbewerb ist im Bereich der ladungsbezogenen Dienstleistungen bereits in einer Vielzahl von europäischen Häfen gegeben. Marktstruktur und Marktergebnis beispielsweise in der so genannten Nord-Range machten deutlich, dass der Wettbewerb der Hafenunternehmen um dieselben Reeder und das gleiche Hinterlandaufkommen sehr ausgeprägt sei.
Handlungsbedarf, so der Handelskammer-Präses, besteht im Sinne der Richtlinie in diesem besonders investitionsintensiven Bereich daher ausschließlich, wenn im relevanten Markt, der regelmäßig mehrere Häfen umfasst, nur ein Anbieter tätig ist und damit für Schifffahrtsunternehmen und die verladende Wirtschaft keine alternativen Umschlagsmöglichkeiten vorhanden sind. Hierzu wäre allerdings zunächst eine präzise Bestandsaufnahme möglicher Defizite in den europäischen Häfen erforderlich. Eine solche Untersuchung habe die Europäische Kommission bislang aber nicht vorgelegt.
Quelle und Kontaktadresse:
Handelskammer Bremen
Dr. Stefan Offenhäuser, Referent, Public Relations
Am Markt 13, 28195 Bremen
Telefon: (0421) 36370, Telefax: (0421) 3637299
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