Handelskammer-Präses Dr. Wendisch: Regionaler Ausbildungspakt in Bremen längst Wirklichkeit
(Bremen) - Die Handelskammer bedauert die Entscheidung der Mehrheit des Bundestages, die Wirtschaft nun doch durch eine Ausbildungsplatzabgabe zu belasten. Handelskammer-Präses Dr. Patrick Wendisch: Wir sitzen in Bremen bereits seit langem im Bündnis für Arbeit und Ausbildung mit allen Beteiligten an einem Tisch. Insofern ist ein regionaler Ausbildungspakt in Bremen längst Wirklichkeit. Jetzt geht es nur noch darum, die Inhalte dieser Zusammenarbeit zügig zu verwirklichen, um noch in diesem Jahr die positiven Auswirkungen daraus zu erzielen.
Schon jetzt sei zu spüren, dass die Ziele des Bremer Paktes durch das verabschiedete Gesetz zur Ausbildungsplatzabgabe gefährdet würden. Dies gelte auch für den vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgeschlagenen Ausbildungspakt auf Bundesebene: Die negativen Folgen der angedrohten gesetzlichen Sanktionen können nur verhindert werden, wenn das Gesetz im Bundesrat zu Fall gebracht wird, sagte Präses Dr. Wendisch. Die Vorteile des DIHK-Vorschlags bestünden gerade in der Freiwilligkeit, der Vermeidung von Bürokratie und dem Angebot regionaler Lösungen.
Präses Dr. Wendisch: Es ist kontraproduktiv, wenn die Bundespolitik einen Ausbildungspakt der Wirtschaft mit dem Gesetz zur Ausbildungsplatzabgabe koppelt. Der Verlauf der Verhandlungen um einen Pakt ist dann absehbar: Wir werden bei jedem Schritt in die Diskussionen um Drohung und Freiwilligkeit verfallen. Das Ergebnis wird der kleinste gemeinsame Nenner sein. Im Interesse der ausbildungswilligen Jugendlichen könne das von niemandem gewollt sein.
Quelle und Kontaktadresse:
Handelskammer Bremen
Am Markt 13, 28195 Bremen
Telefon: 0421/36370, Telefax: 0421/3637299
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