Pressemitteilung | Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.
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Handwerker stecken Krise besser weg als die Industrie

(Stuttgart) - Das baden-württembergische Handwerk erwartet einen realen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent im Jahr 2009. "Die Aussichten der einzelnen Branchen weichen jedoch stark voneinander ab", erklärte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. In der Gesamtschau sei die derzeitige Situation der Handwerksbetriebe keineswegs durchweg negativ.

"Das Handwerk wird die Krise etwas besser wegstecken als die Industrie", sagte Möhrle. Das Handwerk sei weniger exportorientiert und damit dem Nachfrageschwund aus dem Ausland auch weniger ausgeliefert. Zudem sei von Finanzierungsschwierigkeiten oder gar einer Kreditklemme im Handwerk derzeit noch wenig zu spüren.
Hinter der nackten Zahl von 2,3 Prozent Umsatzrückgang im baden-württembergischen Handwerk im Jahr 2009 verbirgt sich ein recht vielschichtiges Bild. Besonders stark bekommen die Handwerker des gewerblichen Bedarfs die Krise zu spüren. Ihnen fehlen die Folgeaufträge, wenn es den industriellen Abnehmern an Nachfrage fehlt. Von der privaten Kaufzurückhaltung sind vor allem die Kfz-Betriebe betroffen und hier besonders diejenigen, die ihren Schwerpunkt im Kfz-Handel haben.

Dagegen geht es den Baubetrieben im Land verhältnismäßig gut. Möhrle geht davon aus, dass sie von den vom Land geplanten Infrastrukturinvestitionen und den derzeit relativ niedrigen Bauzinsen profitieren werden. Des Weiteren gibt es ein reges Interesse an den Förderprogrammen des Bundes zur CO2-Gebäudesanierung.
Die konsumnahen Handwerke dürften von den sinkenden Importpreisen und deren Kunden von und dem Rückgang der Energiekosten auf breiter Front profitieren. Möhrle: "Die Nahrungsmittel- oder Dienstleistungshandwerker (Friseure, Fotografen, Schumacher) können davon profitieren, wenn den Bürgern in Ihren Geldbörsen wieder mehr Geld zum Leben bleibt."
Was die Beschäftigung im baden-württembergischen Handwerk angeht, so wird höchstens ein sehr geringer Beschäftigungsrückgang von 0,2 Prozent erwartet.
Möhrle hält nichts von Schwarzmalerei, sieht aber die Gefahr, dass die Negativprognosen zum Selbstläufer werden und sich dann auch auf Ausbildung und Beschäftigung im Handwerk auswirken. Daher sollte gerade jetzt die Lage nicht negativer dargestellt werden als sie tatsächlich ist. Die Handwerker bauen hier auf ihre eigene Tüchtigkeit. "Wir werden es anpacken" schließt Möhrle selbstbewusst.

Quelle und Kontaktadresse:
Baden-Württembergischer Handwerkstag (BWHT) Eva Hauser, Referentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart Telefon: (0711) 26 37 09-0, Telefax: (0711) 263709-100

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