Pressemitteilung | Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.
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Handwerkstag: Rekordverdächtiger Trend bei den Lehrstellen

(Stuttgart) - Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) erwartet für 2007 im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Zum 31. Juli lag das Plus bei 18,4 Prozent.

Entsprechend der verbesserten konjunkturellen Lage nahm die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge zum Stichtag um 1.740 auf 11.181 zu. „Es zeichnet sich ein rekordverdächtiger Trend ab, den wir aber keineswegs nur der konjunkturellen Großwetterlage zu verdanken haben, sondern auch der Erkenntnis vieler Handwerksbetriebe, dass sie dem künftigen Fachkräftemangel bereits jetzt durch eine verstärkte Ausbildungsleistung begegnen müssen“, erklärte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. Auch die vielfältigen Bemühungen und Aktionen der Handwerksorganisationen, die sich an Auszubildende, an Eltern, Schulen, aber auch in jüngster Zeit im Rahmen der Aktion Betriebstour an die Unternehmen selbst richteten, hätten ihren Teil zum Erfolg beigetragen. Die Ausbildungsanstrengungen der Handwerksbetriebe seien immens. Vor dem Hintergrund einer um 25 Prozent gestiegenen Schulabgängerzahl innerhalb der vergangenen zehn Jahre und einem gleichzeitigen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 128.000 sowie einem Verlust von 3.300 Ausbildungsbetrieben durch Insolvenz in den letzten drei Jahren seien die Steigerungen beachtlich.

Eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Lehrlinge und auch für den Ausbildungserfolg spielten Qualifikation und die schulische Vorbildung, sagte Möhrle weiter. Das Handwerk kämpfe hier an zwei Fronten gegen einen negativen Trend: bei der Qualifikation der Lehranfänger und bei der Entwicklung der Schulabgänger nach den Schularten. Während bei den Schulabgängern in den letzten zehn Jahren der Anteil derjenigen mit Mittlerer Reife, Fachhochschulreife- oder Abitur um zunahm, wurde im Handwerk lediglich ein Plus bei den Berufsanfängern mit Mittlerer Reife registriert. Damit steige die Gefahr, dass die Qualifikation im Handwerk gegenüber dem Gesamtmarkt das Nachsehen habe. Möhrle: „Das Handwerk verstärkt für junge Leute mit höheren Schulabschlüssen attraktiver zu machen, das ist und bleibt eine unserer Hauptaufgaben.“

Quelle und Kontaktadresse:
Baden-Württembergischer Handwerkstag (BWHT) Eva Hauser, Referentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart Telefon: (0711) 26 37 09-0, Telefax: (0711) 263709-100

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