Pressemitteilung | Deutscher Bühnenverein - Bundesverband der Theater und Orchester
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Handy-Industrie funkt der Kultur dazwischen / Geplante Frequenzverteilungen gefährden Veranstaltungen mit drahtlosen Mikrophonen

(Köln) - Frequenzansprüche der Handy-Industrie drohen das Betreiben von drahtlosen Mikrophonanlagen, so genannten Microportanlagen, zu gefährden. Über eine neue Frequenzverteilung wird zurzeit auf Ebene der Europäischen Union verhandelt. Die Handy-Industrie benötigt für das Betreiben ihrer Geräte und ihrer Netze und insbesondere für das Mobile-TV immer mehr Frequenzen. Nun beansprucht sie auch solche Frequenzen, die bisher für Microportanlagen genutzt werden. Eine neue Frequenzverteilung im Sinne der Handyindustrie hätte zur Folge, dass zahlreiche Veranstaltungen nicht mehr in der bisherigen Weise stattfinden können. Betroffen wären neben dem normalen Theaterbetrieb beispielsweise Theateraufführungen in Industriehallen wie die der Ruhrtriennale, Musicalaufführungen, Konzerte, die auf elektronische Verstärker angewiesen sind, aber auch Parteitage und sportliche Großereignisse.

Der Deutsche Bühnenverein fordert daher alle Verantwortlichen auf EU-Ebene sowie das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie auf, sich bei der World Radiocommunication Conference (WRC) dafür einzusetzen, dass sichere und störungsfreie Frequenzbereiche für drahtlose Mikrophone auch weiterhin in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Mit Frequenzzuteilungen, die die Arbeit mit Microportanlagen und damit viele Veranstaltungen beeinträchtigen, wäre nach Schätzungen des Bühnenvereins alleine bei den Theatern und Orchestern ein zweistelliger Millionenschaden verbunden. Bei anderen Branchen könnte dieser Betrag noch weit höher liegen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bühnenverein - Bundesverband deutscher Theater Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor St.-Apern-Str. 17-21, 50667 Köln Telefon: (0221) 208120, Telefax: (0221) 2081228

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