Pressemitteilung | Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz S√ľd e.V. (BWV-RLP)

Hartelt: Sauenhaltung in Deutschland anscheinend unerw√ľnscht

(Mainz) - Aus Sicht von Eberhard Hartelt, Pr√§sident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz S√ľd e.V. (BWV), ist die Ablehnung einer Verl√§ngerung der √úbergangsfrist f√ľr die bet√§ubungslose Ferkelkastration durch den Agrarausschuss des Bundesrates in keinster Weise nachvollziehbar. Das Gremium habe damit nicht nur einen tierschutzgerechten Weg verhindert, sondern gef√§hrde auch die Zukunft der Ferkelerzeuger. Nach einem solchen Votum, bei dem Ideologie offensichtlich mehr gez√§hlt habe als Sachargumente, m√ľsse er davon ausgehen, dass die Sauenhaltung in Deutschland unerw√ľnscht sei.

Entt√§uscht ist der BWV-Pr√§sident auch vom Abstimmungsverhalten der rheinland-pf√§lzischen Landesregierung, die sich bei allen Antr√§gen zu dieser Thematik enthalten hat. Dieses Nichtstun sei ein politischer Offenbarungseid und werde auch noch als Unterst√ľtzung f√ľr die noch wenigen vorhanden ferkelerzeugenden Betriebe im Land verkauft. Gebe es in Rheinland-Pfalz ein ernsthaftes Interesse diesen Produktionszweig zu erhalten, m√ľssten die politisch Verantwortlichen aktiv handeln. Gelegenheit hierzu sei die anstehende Sitzung des Bundesrates am 21. September 2018. Hartelt fordert die Landesregierung auf, einen entsprechenden Plenarantrag f√ľr eine l√§ngere √úbergangsfrist auf den Weg zu bringen. Nur so k√∂nne an einer umsetzbaren L√∂sung gearbeitet werden.

Sollte das Verbot der bet√§ubungslosen Ferkelkastration am 1. Januar 2019 tats√§chlich in Kraft treten, w√ľrde es aufgrund fehlender praktikabler Alternativen zu einem Strukturbruch kommen. Davon w√§ren besonders die kleinstrukturierten Betriebe in Rheinland-Pfalz betroffen. Als Konsequenz m√ľssten die hiesigen Schweinem√§ster Ferkel aus dem Ausland importieren. Dies k√∂nne nicht das Ziel einer Landesregierung sein, die sich regionale Erzeugung und eine fl√§chengebundene Tierhaltung auf die Fahnen geschrieben hat. Der BWV-Pr√§sident erwartet deshalb, dass die zust√§ndigen Ministerien endlich im Sinne der Betriebe handeln und es nicht nur bei Ank√ľndigungen bleibt. Sollte die Politik trotzdem weiterhin tatenlos bleiben, trage sie die Verantwortung f√ľr die Perspektivlosigkeit der Ferkelerzeuger.

Quelle und Kontaktadresse:
Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz S√ľd e.V. (BWV-RLP) Andreas K√∂hr, Leiter Presse- und √Ėffentlichkeitsarbeit Weberstr. 9, 55130 Mainz Telefon: (06131) 62050, Fax: (06131) 620550

(df)

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