Hartmannbund begrüßt Systemwechsel
(Berlin) - Der Geschäftsführende Vorstand des Hartmannbundes hat sich in seiner Sitzung am vergangenen Wochenende (28./30. März 2008) mit der vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegten Neukonzeption der Krankenhausfinanzierung auseinandergesetzt. Das Konzept entspricht der monistischen Modellpräferenz des Verbandes, sagte Dr. Kuno Winn, Vorsitzender des Hartmannbundes. Obwohl die Grundprobleme damit nicht vollständig beseitigt seien, sieht der Hartmannbund in der Finanzierung aus einer Hand mehr Flexibilität und Handlungsautonomie für die Kliniken. Zudem wären die derzeit ungleichen Voraussetzungen des dualen Systems für die einzelnen Sektoren endlich beseitigt.
Zu klären bliebe laut Winn die Berücksichtigung der berechtigten Länderinteressen. Der Hartmannbund-Vorsitzende dazu: Das bisher ungleiche Förderverhalten der Länder darf nicht dazu führen, dass föderale Belange im Falle einer monistischen Finanzierung gänzlich unberücksichtigt bleiben. Der im jüngsten Entwurf des BMG vorgesehene Infrastrukturfonds für schwache Regionen, über den die Länder selbst verfügen sollen, könnte ein Schritt in diese Richtung sein.
Winn abschließend: Die chronische Unterfinanzierung muss sowohl im stationären wie auch im ambulanten Sektor beseitigt werden. Solange die Budgets gedeckelt sind und einzelne Akteure um die notwendigen Mittel ringen müssen, kann eben nicht im Sinne der Patienten gehandelt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle
Michael Rauscher, Pressesprecher
Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829
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