Heimtier des Jahres 2026: Pfeilgiftfrosch begeistert auch zum Welttag des Frosches
(Wiesbaden) - Der Welttag des Frosches am 20. März widmet sich Vielfalt, Bedeutung und Schutz der Amphibien. Dieses Jahr steht auch einer ihrer auffälligsten Vertreter im Fokus: der Pfeilgiftfrosch. Der ZZF – Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands hat den bunten Botschafter der Tropen zum „Heimtier des Jahres 2026“ gewählt.
Pfeilgiftfrösche sind faszinierende Amphibien, nur giftig sind sie trotz ihres Namens eher selten. Ihre knalligen Farben von Azurblau bis Orangerot signalisieren: Vorsicht! Aber nur drei der über 200 Arten sind in der Natur für Menschen überhaupt gefährlich. Und: Pfeilgiftfrösche aus Nachzuchten sind harmlose Bewohner im Terrarium. Denn in ihrer Heimat Mittel- und Südamerika nehmen die Tiere das Gift durch Verspeisen von speziellen Milben und Insekten auf, die bei uns nicht vorkommen.
Woher kommt also der Name? Die indigenen Chocó-Völker in Kolumbien tränkten ihre Jagdpfeile mit dem Gift, das die Amphibien über ihre Haut absondern. Ihr wissenschaftlicher Name Dendrobatidae heißt übersetzt „Die auf die Bäume steigen“. Deshalb lautet ihre korrekte Bezeichnung eigentlich Baumsteigerfrösche.
Die tagaktiven Pfeilgiftfrösche lassen sich gut beobachten und zeigen ein interessantes Verhalten. So kümmern sich bei einigen Arten die Männchen intensiv um den Nachwuchs: Sie tragen die Kaulquappen im „Huckepack“ zu kleinen Wasserstellen, zum Beispiel in den Trichtern von Bromelien.
Tierfreunde, die Pfeilgiftfrösche als Heimtiere halten wollen, sollten sich vor der Anschaffung informieren, wie sie ein stabiles Ökosystem im Terrarium schaffen. Die Amphibien benötigen ein feuchtwarmes Klima, eine relative Luftfeuchte zwischen 60 bis 90 Prozent und Temperaturen von 22 bis 28 Grad am Tag und etwas kühlere Temperaturen um 20 Grad in der Nacht. Baumsteiger ernähren sich, wie alle Frösche, ausschließlich von lebenden Tieren. Die ein bis sechs Zentimeter kleinen Amphibien können als Pärchen oder in kleinen Gruppen gehalten werden, informiert der ZZF. Mehr Informationen zur Haltung gibt es unter wirfuerstier.de/pfeilgiftfrosch.
Artenschutz beachten
Der Welttag des Frosches erinnert außerdem daran, dass viele Arten weltweit bedroht sind. Umso wichtiger ist es, Wissen über Pfeilgiftfrösche zu vermitteln und ihr Schutzbedürfnis stärker ins Bewusstsein zu rücken. In der Natur leben die Baumsteiger oft in wenigen Quadratkilometer großen Gebieten der Regenwälder, die teilweise stark von Abholzung oder Bergbau betroffen sind. Ihr Bestand kann daher durch den Handel mit aus der Natur entnommen Tieren gefährdet werden. Wer Pfeilgiftfrösche erwerben möchte, sollte darauf achten, dass die Tiere aus Nachzuchten stammen und vom Verkäufer einen Nachweis über die Herkunft des Tieres erhält.
Im spezialisierten Zoofachhandel können sich Freunde der Frösche über ihre
tiergerechte Haltung und die Auflagen zum Artenschutz beraten lassen.
Warum ein „Heimtier des Jahres”?
Der ZZF setzt sich als Verband der deutschen Heimtierbranche für eine verantwortungsvolle und tiergerechte Heimtierhaltung ein. Mit der Wahl zum Heimtier des Jahres möchte der ZZF auf unterschätzte Heimtiere aufmerksam machen, ein Bewusstsein für Tierschutzaspekte schaffen oder aufzeigen, dass Nachzucht und Haltung einer bedrohten Tierart zum Artenschutz beitragen. Unter den nominierten Tieren stimmt eine Jury aus Biologen, Tierärzten, Zoofachhändlern, Branchenexperten sowie Züchtern über die Vorschläge ab. Im Jahr 2023 ernannte der ZZF mit der Bartagame erstmals ein Heimtier des Jahres.
Quelle und Kontaktadresse:
ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V., Antje Schreiber, Bereichsleiter(in) Kommunikation, Mainzer Str. 10, 65185 Wiesbaden, Telefon: 0611 447553-0
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