Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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HELIOS und Marburger Bund einigen sich auf Ausweitung des Konzerntarifvertrages / Künftig Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes in Akut- und Rehakliniken / Ausbildungspauschale für das Praktische Jahr (PJ) in allen Kliniken / Oberärzte werden auch nach neuem Tarif als Oberärzte vergütet / Förderung des Wiedereinstiegs in den Beruf nach der Babypause

(Berlin) - Auf eine Ausweitung des Konzerntarifvertrages vom 14. Dezember 2006 einigten sich heute (26. April 2007) die HELIOS Kliniken GmbH und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB). Die ergänzenden Regelungen treten zum 1. Mai 2007 in Kraft.

Der Nachtrag regelt die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes in sämtlichen bisher noch nicht in den Geltungsbereich des Konzerntarifvertrages fallenden HELIOS Kliniken. Hierzu zählen auch die Rehabilitationskliniken. Zudem einigten sich die Tarifpartner, die Ausbildungspauschale in Höhe von 400 EURO monatlich für Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ) auf alle Kliniken zu übertragen. Diese Anerkennung der Tätigkeit von PJ“lern war von Gesundheitspolitikern, Interessenverbänden, Stundentenvertretungen und den Medizinern insgesamt als positives Signal gewertet worden.

Darüber hinaus enthält die Einigung eine ergänzende Erklärung zur Eingruppierung von Oberärzten. Danach werden alle Ärzte, die bei Inkrafttreten des Konzerntarifvertrages am 1. Januar 2007 mit der Bezeichnung als „Oberarzt“ tätig waren, auch weiterhin als Oberarzt eingruppiert und vergütet. Mit dieser Klarstellung sollen vergütungsrelevante Eingruppierungsprobleme von Oberärzten, die in bestimmten Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern vorkommen, vermieden werden.

Ebenso wie in dem mit ver.di geschlossenen Tarifvertrag vom 17. Januar 2007 wurde die Regelung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in die Einigung mit dem Marburger Bund mit aufgenommen: Mitarbeiter, die früher aus der Elternzeit an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, erhalten einen monatlichen Zuschuss von bis zu 100 Euro für die Kosten der Kinderbetreuung.

„Mit dieser Einigung profitiert eine weit größere Zahl unserer Mitarbeiter von den neuen Arbeitszeitregelungen, von unserer Familienförderung und der PJ–Ausbildungspauschale. In den Krankenhäusern öffentlicher Träger sorgt derzeit die Angst, als Oberarzt künftig nur noch wie ein Facharzt vergütet zu werden, für große Unruhe. HELIOS hat hierzu eindeutig Stellung bezogen. Wer Oberarzt ist, wird auch als Oberarzt bezahlt“, kommentierte HELIOS Geschäftsführer und Konzernarbeitsdirektor Dr. Francesco De Meo den Abschluss mit dem Marburger Bund.

Auch der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag, zeigt sich mit der Tarifeinigung zufrieden. „Die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes, die in etlichen Fällen Oberärzte um ihr zustehendes Gehalt prellen, können sich vom Konzerntarifvertrag mit HELIOS eine dicke Scheibe abschneiden. Nur mit motivierten und adäquat bezahlten Ärzten ist eine gute Versorgung der Bürger zu gewährleisten“, so Hammerschlag. Der Marburger Bund begrüßte deshalb die konstruktiven Verhandlungen mit HELIOS, die zu dieser raschen Ausweitung des Konzerntarifvertrages einschließlich der PJ-Ausbildungspauschale auf alle Kliniken sowie zur Übernahme zeitgemäßer Regelungen zur Förderung von Beruf und Familie geführt haben.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Pressestelle Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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