Pressemitteilung | ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie
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Hersteller bewerten BKA-Forschungsprojekt als Erfolg / Gesichtserkennung überzeugt mit hoher Trefferquote

(Wiesbaden/Frankfurt am Main) - Als überzeugend bewerten die Hersteller elektronischer Sicherheitssysteme das Ergebnis eines Forschungsprojektes des Bundeskriminalamtes (BKA), Wiesbaden, am Mainzer Hauptbahnhof. Bilder von Freiwilligen, die den Hauptbahnhof regelmäßig nutzen, waren dafür in einer Datenbank hinterlegt worden. Jedes Mal, wenn diese Personen die Eingangshalle passierten, sollten sie durch den Abgleich der Aufnahmen von Videoüberwachungskameras mit ihren Fotos in der Datenbank erkannt werden. Nach Angaben des BKA gelang in bestimmten Szenarien eine Identifizierung in über 60 Prozent der Fälle. In Mainz wurden drei Systeme verschiedener Hersteller getestet.

„Das Projekt beweist, dass die Gesichtserkennungstechnologie schon mit dem gegenwärtigen Stand der Technik für bestimmte Aufgaben sehr gute Ergebnisse bringt und somit die Einsatztauglichkeit bewiesen hat“, betont Michael von Foerster, Sprecher des Fachverbandes Sicherheitssysteme im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Frankfurt am Main. „Wird das System dazu eingesetzt, gesuchte Personen in Menschenmassen zu ermitteln, ist es deutlich effektiver als ein menschliches Gehirn je sein kann. Es arbeitet ermüdungsfrei 24 Stunden.“

Identifikationsverfahren mit Hilfe von Videoüberwachung werden in Spielcasinos und in Fußballstadien zur Durchsetzung des Hausverbotes schon länger eingesetzt. Auch im Straßenverkehr gibt es videobasierte Systeme, zum Beispiel zur Nummernschilderkennung. Möglich ist auch die Fahndung nach gestohlenen Autos oder Einlasskontrollen bei Parkhäusern. „Die Systeme sind eine wichtige Ergänzung zur Videoüberwachung und ein weiteres sinnvolles technisches Hilfsmittel für die Polizei“, erklärt von Foerster. Auf dem Münchner Oktoberfest konnten – so der Fachverbandssprecher – im vergangenen Jahr 89 Straftaten durch Videoüberwachung aufgeklärt werden. Zudem sei die Zahl der angezeigten Diebstähle um zwölf Prozent zurückgegangen.

Seitens der Industrie wird die Einführung innovativer Technologien - wie zum Beispiel videobasierte Gesichtserkennungssysteme - gefordert, um auch im internationalen Wettbewerb eine führende technologische Rolle einnehmen zu können.

Im Fachverband Sicherheitssysteme haben sich mehr als 60 führende Hersteller elektronischer Sicherheitstechnik in Deutschland zusammengeschlossen. Zur elektronischen Sicherheitstechnik zählen unter anderem Brand-, Einbruch- und Überfallmeldetechnik sowie Zutrittskontroll- und Videoüberwachungssysteme. Das Marktvolumen in Deutschland betrug 2006 etwa 2,3 Milliarden Euro.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Pressestelle Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317

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