Pressemitteilung | IHK - Industrie- und Handelskammer Darmstadt - Rhein-Main-Neckar
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„Hessen ist führender Digital- und KI-Standort“

(Darmstadt) - Mit der hessischen Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus konnte die IHK Darmstadt einen besonderen Gast in ihrer Vollversammlung begrüßen. Von der Digitalisierungsoffensive in Hessen bis hin zu KI-Forschung und Rechenzentren: Sinemus stellte aktuelle Entwicklungen in der Region vor und diskutierte mit den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern darüber, wie sich die Digitalisierung weiter beschleunigen lässt.

„Hessen positioniert sich konsequent als führender Digital- und KI-Standort in Deutschland und Europa. Zentrale Handlungsfelder sind die beschleunigte Verwaltungsdigitalisierung, der strategische Ausbau des KI-Ökosystems sowie die Weiterentwicklung Hessens als führender Rechenzentrumsstandort.“ Mit diesen Worten fasste Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus bei ihrem Besuch der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar die Bedeutung von Digitalisierung für die Region zusammen.

Verwaltungen digitaler machen

Kristina Sinemus stellte den südhessischen Unternehmensvertreterinnen und -vertretern die im September 2025 gestartete Digitalisierungsoffensive von Bund, Hessen und Bayern vor, die Verwaltungen digitaler machen soll. „Unser Anspruch ist klar: Mehr Tempo. Mehr Service. Mehr Verwaltungsdigitalisierung für die Menschen und für unsere Unternehmen. Denn diese erwarten staatliche Leistungen mit wenigen Klicks“, sagte Sinemus. Bis Ende 2026 sollen besonders nachgefragte Leistungen wie Ummeldung, Beantragung des Aufenthaltsrechts oder immissionsschutzrechtliche Genehmigungen landesweit digital verfügbar sein, erklärte die Ministerin.

„Eine moderne, effiziente Verwaltung hat immer stärkeren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“, kommentiert IHK-Präsident Christian Jöst. „Wir als IHK begrüßen daher die Digitalisierungsoffensive. Indem Verwaltungsprozesse durch Digitalisierung beschleunigt werden, können Unternehmen wertvolle Zeit sparen und Projekte schneller voranbringen.“

KI-Spitzenforschung in Darmstadt

Sinemus ging außerdem auf Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz ein. Eine wichtige Rolle spiele hierbei der Standort des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Darmstadt. „Der DFKI-Standort Darmstadt ist ein zentraler Innovationsanker im KI-Ökosystem Hessen“, sagte Sinemus. „Er vereint KI-Spitzenforschung mit praxisnahen Lösungen und kann dabei als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis eine zentrale Rolle spielen.“ Ziel sei es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stärker bei der Implementierung von KI zu unterstützen.

„KI ist eine Schlüsseltechnologie für Unternehmen”, sagt IHK-Präsident Christian Jöst. „Die enge Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass aus Spitzenforschung tatsächlich Wertschöpfung entsteht. Hierbei benötigen insbesondere kleinere Unternehmen praktikable und bezahlbare Lösungen.” Wichtig für den Einsatz von KI sei zudem, dass Regeln wie die EU-KI-Verordnung – der AI Act – in Deutschland innovationsfreundlich umgesetzt würden, um Entwicklungen zu ermöglichen und die digitale Souveränität zu stärken.

Eine weitere Herausforderung bestehe darin, die hohe Rechenleistung – unter anderem für KI-Anwendungen – bereitzustellen. „Wir brauchen leistungsstarke, sichere und energieeffiziente Rechenzentren, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu sichern”, so Jöst. Erst kürzlich habe jedoch beispielsweise die Stadtverordnetenversammlung von Groß-Gerau den Bau eines Rechenzentrums abgelehnt. Um grundsätzlich die Akzeptanz von Rechenzentren zu stärken und Vorteile sichtbar zu machen, schlägt Jöst einen regelmäßigen Austausch zwischen relevanten Akteuren vor: „Austauschformate schaffen Transparenz und tragen zur Entwicklung von gemeinsamen Lösungen bei. Durch Partnerschaften mit Kommunen und Stadtwerken lassen sich beispielsweise Synergien bei der Energiebeschaffung und der Nutzung von Abwärme heben.”

Globale Bedeutung von Hessen als Rechenzentrumsstandort

Auf die Bedeutung von Rechenzentren ging auch Kristina Sinemus ein. „Hessen ist ein führender Rechenzentrumsstandort“, sagte die Digitalministerin. „Internationale Investitionen – unter anderem durch Amazon Web Services und Google – unterstreichen die globale Bedeutung des Standorts.“ Mit einer regionalen Rechenzentrumsstrategie, die den Fokus auf nachhaltige Flächenentwicklung, Energieinfrastruktur und digitale Wertschöpfungsketten legt, wolle Hessen diese Position weiter ausbauen. Grundsätzlich sieht Sinemus bei dem Thema die Politik in der Pflicht: „Es ist eine wichtige Aufgabe der Politik, verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Investitionsfreundlichkeit zu gewährleisten“, so die Ministerin.

Christian Jöst betont ebenfalls die Bedeutung von verlässlichen Rahmenbedingungen: „Wir benötigen unbedingt eine stabile und leistungsfähige digitale Infrastruktur – und das nicht nur im Bereich der Rechenzentren.” Der Netzausbau von Breitband und Mobilfunk sei eine Grundbedingung für alle Betriebe, um gut wirtschaften zu können. „Digitalisierung ermöglicht Innovationen und Produktivitätsgewinne“, so der IHK-Präsident weiter. „Fortschritte im Bereich der Digitalisierung stärken daher unseren gesamten Wirtschaftsstandort.“

Quelle und Kontaktadresse:
IHK - Industrie- und Handelskammer Darmstadt - Rhein-Main-Neckar, Rheinstr. 89, 64295 Darmstadt, Telefon: 06151 8710

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