Pressemitteilung | Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.

HNO-Berufsverband eröffnet Berliner Büro: Rolf Koschorrek übernimmt Leitung

(Neumünster) - Der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte verstärkt seine berufspolitische Arbeit und eröffnet am 5. Mai 2014 ein Verbindungsbüro in Berlin. Die Leitung dieser "Bundesvertretung HNO-Ärzte" wird Dr. med. Rolf Koschorrek übernehmen. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Koschorrek eine Persönlichkeit gewinnen konnten, die die Praxis als niedergelassener Mediziner kennt und gleichzeitig langjährige Erfahrungen aus dem Zentrum des Berliner Politikbetriebs mitbringt", sagt Dr. Dirk Heinrich, Präsident des HNO-Berufsverbandes.

Aufgabe der Bundesvertretung werde es sein, die berufspolitische Arbeit der ehrenamtlichen Funktionsträger durch eine dauerhafte Präsenz in Berlin zu ergänzen. Der Schritt sei notwendig geworden, erklärt Dr. Heinrich, weil die Berufspolitik immer schwieriger, komplexer und arbeitsintensiver werde: "Immer mehr Akteure sind mittlerweile in viele gesundheitspolitische Vorhaben eingebunden. Dadurch ist die Zahl der Sitzungstermine in den zahlreichen Gremien und Ausschüssen deutlich gestiegen. Gleichzeitig werden immer neue Institutionen gegründet, wie es die Bundesregierung mit dem Qualitätsinstitut angekündigt hat. Hinzukommen etliche Anfragen aus den Organen der Selbstverwaltung, die der Berufsverband schultern muss. Um diese Gestaltungsmöglichkeiten effektiv für die Fachgruppe nutzen zu können, muss die ehrenamtliche Arbeit der gewählten Funktionsträger professionell unterstützt werden. Es geht darum, alle Ebenen der Entscheidungsfindung zu bedienen und die Ziele des Berufsverbandes noch konsequenter zu verfolgen."

Während die Zunahme an Bürokratie von den großen Akteuren einfach durch Zuwachs ihrer Organisationen bewältigt werde, fehlten den ehrenamtlich arbeitenden Verbänden oft diese Möglichkeiten. "Es werden einfach neue Gebäude errichtet und mehr Personal eingestellt. Da können die Kleinen nicht mithalten und geraten ins Hintertreffen", moniert der HNO-Präsident. Das Präsidium habe aus dieser Entwicklung die Konsequenzen gezogen und sich für den Schritt nach Berlin entschieden: "Ein einfaches 'Weiter so' kam für uns nicht in Frage. Der konsequente Schritt ist, nach Berlin zu gehen", sagt Dr. Heinrich.

Der 1956 im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt geborene Rolf Koschorrek gilt als überzeugter Verfechter der Freiberuflichkeit. Nach Studium, Assistenzarztzeit und Promotion ließ er sich 1989 in eigener Zahnarztpraxis nieder. Koschorreks erste politische Stationen waren die Stadtverordnetenversammlung Bad Bramstedt und der Landesvorstand der schleswig-holsteinischen CDU. 2005 und 2009 wurde er als Direktkandidat in den Deutschen Bundestag gewählt. Bis zu seinem Ausscheiden im Herbst 2013 gehörte Rolf Koschorrek über beide Legislaturperioden dem Gesundheitsausschuss an. Von 2009 bis 2013 war er Obmann der CDU/CSU-Fraktion, stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion und Beisitzer im Fraktionsvorstand.

Das Berliner Büro wird am 5. Mai 2014 seine Arbeit im Tiergarten Tower in unmittelbarer Nähe zu allen wichtigen Organisationen der ärztlichen Selbstverwaltung aufnehmen. Der Hauptsitz und die Geschäftsstelle des HNO-Berufsverbandes verbleiben unterdessen wie gehabt in Neumünster.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V., Bundesgeschäftsstelle Pressestelle Haart 221, 24539 Neumünster Telefon: (04321) 97250, Fax: (04321) 972611

(cl)

NEWS TEILEN: