Hoffnung auf weniger Verkehrsunfälle / Lichtfahrer sind sichtbarer ACE startet Taglicht-Kampagne "Mach mich an"
(Stuttgart ) - Unter dem Motto "MACH MICH AN" hat der ACE Auto Club Europa am 10. Mai 2006 in Stuttgart eine bundesweite Kampagne zur Einführung von Tagfahrlicht gestartet.
Heckscheibenaufkleber, die der Club hunderttausendfach verteilt, sollen zögerliche Autofahrer dazu bewegen, "als leuchtendes Beispiel" voraus zu fahren. Zugleich will der ACE von Mitte Mai an in rund 200 Orten Deutschlands mit Verkehrszählungen testen, wie groß tatsächlich die Bereitschaft der Autofahrer ist, aus Gründen der Verkehrssicherheit auch tagsüber Abblendlicht einzuschalten. "Wir wollen wissen, ob der Licht-an-Appell des Bundesverkehrsministers von den Autofahrern mehrheitlich akzeptiert oder ignoriert wird", begründete ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner die Aktion seines Clubs.
Für Abblendlicht am Tag spricht nach Ansicht des ACE, dass ein sich bewegendes Licht schneller wahrgenommen wird als das Fahrzeug selbst. Dies gelte vor allem in eintöniger oder schattiger Umgebung und bei Fahrzeugen ohne Signalfarbe. Abblendlicht am Tage leiste so einen wirksamen Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Das gehe auch aus internationalen Unfallverhütungsstudien und aus einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hervor, betonte der ACE. Die Behörde habe prognostiziert, dass durch die Einführung einer generellen Lichtpflicht die Zahl der jährlichen mehr als zwei Millionen Verkehrsunfälle in Deutschland um drei Prozent gesenkt werden kann. Nach ACE-Berechnungen bedeutet dies allein für Deutschland eine Minderung der volkswirtschaftlichen Unfallfolgekosten um etwa 960 Millionen Euro. Der Kostensenkungseffekt und damit der volkswirtschaftliche Nutzen läge jedenfalls höher als der durch Abblendlicht verursachte relativ geringe Mehrverbrauch von Kraftstoff, argumentiert der Club. Seit Oktober 2005 empfiehlt das Bundesverkehrsministerium offiziell allen Autofahrern in Deutschland, auch tagsüber das Abblendlicht einzuschalten. Die "freiwillige Regelung" soll nach Darstellung des ACE für eine nicht näher beschriebene "Übergangszeit" gelten, danach sei eine verpflichtende Einführung vorgesehen. "Das kann aber noch dauern, möglicherweise bis 2009", mutmaßt ACE-Sprecher Hillgärtner. Erst dann solle eine in der Planung befindliche gesamteuropäische Regelung greifen, die zunächst eine verpflichtende Ausstattung von Neuwagen mit speziellen automatischen Tagfahrleuchten vorsieht. Nach Angaben des ACE gibt es in den meisten Ländern Europas Tagfahrlicht-Gebote, die durch das Einschalten des herkömmlichen Abblendlichts erfüllt werden. Deutschland, die Schweiz und Frankreich beschränken sich bislang darauf, lediglich Empfehlungen an Autofahrer auszusprechen.
Quelle und Kontaktadresse:
ACE Auto Club Europa e.V.
Pressestelle
Schmidener Str. 233, 70374 Stuttgart
Telefon: (0711) 53030, Telefax: (0711) 5303168
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