Holzenergie stärkt Versorgungssicherheit und Resilienz Deutschlands
(München) - Anlässlich des Runden Tisches der Länderinitiative Holzenergie heute in München, ausgerichtet vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, stellt der Fachverband Holzenergie aktuelle Zahlen zu eingesparten Importen von Erdöl und Erdgas durch die Holzenergie vor. Allein 2025 wurden durch Holzenergie rund 136 TWh Wärme erzeugt. Dadurch konnten fossile Energieimporte im Wert von mehr als fünf Milliarden Euro ersetzt werden. Während jährlich hohe zweistellige Milliardensummen für Erdöl- und Erdgasimporte ins Ausland abfließen, verbleibt die Wertschöpfung aus nachhaltiger Holzenergie in Deutschland und stärkt insbesondere ländliche Regionen.
Marlene Mortler, Vorstandsvorsitzende des Fachverbands Holzenergie, dazu: "Wer Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung stärken will, muss auch die nachhaltige Holzenergie stärken. Sie ist ein unverzichtbarer Baustein einer resilienten und souveränen Energieversorgung. Holzenergie macht aus heimischen Ressourcen heimische Stärke: Sie hält Milliarden an Wertschöpfung im Land und trägt die Wärmewende."
Die aktuelle Energiekrise zeigt: Die Energiewende ist auch eine Frage der Versorgungssicherheit und Energiesouveränität. Noch immer basiert rund 80 Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs auf fossilen Energieträgern, die überwiegend importiert werden müssen. Besonders im Wärmesektor besteht großer Nachholbedarf - der Anteil erneuerbarer Wärme liegt bislang erst bei 19 Prozent. "Wäre die Wärmewende bereits so weit fortgeschritten wie die Stromwende, wäre Deutschland heute deutlich resilienter gegenüber externen Schocks - etwa der aktuellen Energiekrise oder dem russischen Angriff auf die Ukraine. Die wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen und Verbraucher wären vermutlich erheblich geringer ausgefallen.", erinnert Mortler. In diesem Zusammenhang kritisiert Mortler die Pläne im Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes zur Einführung einer verpflichtenden Nutzungsreihenfolge bei Holz als nicht umsetzbar und fern der Praxis.
Holzenergie ist bereits heute die wichtigste erneuerbare Wärmequelle in Deutschland. Rund zwei Drittel der erneuerbaren Wärme stammen aus Holzenergie. Sie stärkt die Resilienz Deutschlands, da sie weitestgehend auf heimischen Ressourcen basiert und direkt die Abhängigkeit von importiertem Erdgas und Erdöl reduziert.
Für eine erfolgreiche Wärmewende und die Abkehr von fossilen Brennstoffen braucht es daher den Abbau politischer Hemmnisse für die Holzenergie und die Unterstützung der nachhaltigen Forstwirtschaft.
Hier finden Sie das Positionspapier "Stärkung der Resilienz und der Versorgungssicherheit mit Holzenergie" mit den genannten Zahlen zu den vermiedenen Importen fossiler Energieträger durch die Holzenergie zum Download: https://www.fachverband-holzenergie.de/application/files/5617/7822/2292/2026.05.11_FVH_Resilienz_und_Versorgungssicherheit_mit_Holzenergie.pdf
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE), Maarstr. 84, 53227 Bonn, Telefon: 0228 8100222
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