IG BAU: Arbeitsunfälle vermeiden / Betriebsräte fit im Arbeitsschutz
(Gladbeck) - Etwa alle 35 Sekunden gibt es bei uns in Deutschland einen Arbeitsunfall. Jeder siebte davon erfolgt am Bau. Für uns als Gewerkschaft ist der Gesundheitsschutz unserer Kollegen ein Herzensanliegen, sagt Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf der Betriebsräte-Fachtagung in Gladbeck vor über 200 Betriebsräten.
Mögliche Ursache von Arbeitsunfällen sind Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastung und Stress. Der Arbeitsort wird nicht genügend abgesichert, technische Hilfsmittel fehlen. Gefahren für die Gesundheit lauern im Kontakt mit Gefahrstoffen, Giftstoffen und Lärm. Die IG BAU fordert in diesem Zusammenhang die Arbeitgeber auf, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen und ihre Arbeitnehmer zu schützen.
Nach dem Betriebsverfassungsgesetz wachen die Betriebsräte über die Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutz. Gesetze und Verordnungen sind nur so gut und so wirksam, wie sie gelebt werden. Wichtig sind deshalb die Betriebsräte vor Ort, betont der IG BAU-Vorsitzende.
Zu oft sparen Unternehmen aus Kostengründen am Arbeits- und Gesundheitsschutz. Es gibt mittlerweile ohne Zweifel viele verantwortungsbewusste Arbeitgeber, die schon aus ihrem eigenen Interesse und aus sozialer Verpflichtung heraus auf einen guten Arbeitsschutz achten. Aber es gibt leider noch zu viele andere, bei denen es darum schlecht bestellt ist.
Gewerkschaft und Betriebsräte gemeinsam hätten die Chance, einen deutlich besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb durchzusetzen.
Zur Würde des Menschen gehöre auch, dass der Schutz vor Gesundheitsgefährdung und Arbeitsunfällen im Mittelpunkt steht. Die IG BAU wird das Thema in 2007 noch stärker in den Mittelpunkt der betrieblichen Gewerkschaftsarbeit stellen.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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