Pressemitteilung | Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)

IG BAU auf dem Weg zur Mitmach-Gewerkschaft

(Frankfurt am Main) - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat am Donnerstag (06. Oktober) ihren 19. Ordentlichen Gewerkschaftstag in großer Geschlossenheit beendet. Vier Tage haben die rund 300 Delegierten in Bonn miteinander über die Neuausrichtung der IG BAU als Mitmach-Gewerkschaft diskutiert, einen neuen Bundesvorstand gewählt und in engagierten Debatten zu mehr als hundert Anträgen und Entschließungen, an denen sich viele ehrenamtliche Gewerkschafter beteiligt haben, den Kurs für die nächsten Jahre abgesteckt. Das Motto des Gewerkschaftstages, "Solidarität sprengt alle Grenzen", habe sich wie ein roter Faden durch die Diskussionen gezogen, sagte der wieder gewählte Bundesvorsitzende, Klaus Wiesehügel, in seiner Schlussansprache: "Auf dem letzten Gewerkschaftstag 2001 in Bonn hat die IG BAU sich strukturell neu aufgestellt, diese Woche sind die entscheidenden Weichenstellungen getroffen worden für eine Trendwende in den kommenden vier Jahren. Wir werden das jetzt mit großer Sorgfalt und Entschlossenheit umsetzen", sagte Wiesehügel.

Gleichzeitig wies er die Kritik an seinem Grundsatzreferat vom Vortag (Mittwoch, 5.10.) zurück: "Wir wollen keine Menschen vernichten und betreiben auch keine pauschale Unternehmerschelte. Unsere Kritik richtet sich gegen Unternehmen, in denen Menschen entlassen und um ihre Existenz gebracht werden, nur weil sie in der Gewerkschaft sind oder einen Betriebsrat gründen wollen. Diese Unternehmen wollen wir an den Pranger stellen." Es sei bezeichnend, wer sich jetzt zu Wort melde und sogar seinen Rücktritt fordere: "Einige Neoliberale fühlen sich ertappt. Sie regen sich über ein ganz anderes Wort auf: Ich habe sie nicht nur als Feinde, sondern als Krisenschmarotzer bezeichnet. Das sind Unternehmer, die keine soziale Verantwortung mehr zeigen und die große Arbeitslosigkeit skrupellos ausnutzen. Wer Menschen plagt und schlecht behandelt, mit dem darf man auch nicht zimperlich umgehen. Davon habe ich nichts zurück zu nehmen."

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt Telefon: 069/95737-0, Telefax: 069/95737-800

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