IG BAU kritisiert Koalitionspläne: gesetzliche Rente erst mit 67
(Frankfurt am Main) - Die Bestrebungen der Verhandlungspartner der großen Koalition, das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre anzuheben, lehnt die Industriegewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt in aller Schärfe ab. Die zukünftige große Koalition will die Dauer der Beitragszahlung verlängern und die Rentenbezugsdauer verkürzen. "Solche Pläne sehen wir mit großer Sorge" sagt Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt. "Schon nach der jetzigen Rechtslage ist das Rentenniveau für künftige Rentenbezieher zu niedrig und viele Durchschnittsverdiener werden mit ihrer Rente unterhalb des Sozialhilfeniveaus bleiben."
Im Bauhauptgewerbe haben im Jahr 2003 nur 5 Prozent der Beschäftigten das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht. Ursachen waren gesundheitliche Probleme aber auch die hohe Arbeitslosigkeit. Die Veränderungen bei der Arbeitslosenversicherung durch Hartz IV führen schon jetzt dazu, dass für ältere Arbeitslose die Lücke bis zum Eintritt in die gesetzliche Rente immer größer wird und sie gezwungen werden, ihre Rücklagen für das Alter vorzeitig aufzubrauchen.
Die immer wiederkehrende Debatte um die Rente verunsichert die Menschen und zerstört das Vertrauen in die solidarische Sozialversicherung. Ein Heraufsetzen des Renteneintrittsalters wirkt wie eine reine Rentenkürzung und belastet überproportional die, die ohnehin wenig verdienen. Bereits jetzt findet eine schleichende Entwertung der Renten durch Nullrunden trotz Preissteigerungen statt, die insbesondere die unteren Einkommen belastet.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Michael Knoche, Pressesprecher
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- IG BAU warnt vor BMAS-Plänen zur Reduzierung von Sicherheitsbeauftragten
- Drei bis vier Menschen sterben täglich bei einem Arbeitsunfall in Deutschland / Am Montag ist Workers Memorial Day
- IG BAU ist tief bestürzt über Anschlag auf ver.di-Demo in München / Bundesvorsitzender Feiger: „Gedanken sind bei den Verletzten und Angehörigen“
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

