IG BAU sieht 30.000 Arbeitsplätze akut bedroht / Wegfall der Investitionszulage gefährdet Stadtumbau Ost
(Frankfurt am Main) - Um den Erfolg des Stadtumbaues Ost und Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft zu sichern sollte die Investitionszulage für den Mietwohnungsbereich in den neuen Bundesländern über den 31. Dezember 2004 hinaus verlängert werden. Diese Forderung erhärtete das für die Region Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zuständige Bundesvorstandsmitglied der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Andreas Steppuhn, im Rahmen einer Regionalkonferenz der IG BAU im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, Iris Gleicke.
Der Wegfall der Investitionszulage gefährde einen Produktionswert von rund 3 Milliarden Euro, vor allem in der regionalen Bauwirtschaft und im lokalen baunahen Handwerk. Ohne sie seien, so Steppuhn, mindestens 30.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe Ostdeutschlands akut gefährdet. Angesichts der auch zukünftig schwierigen Arbeitsmarktlage in den neuen Bundesländern sieht die IG BAU im Erhalt der Investitionszulage eine sinnvolle Flankierung des Stadtumbaus Ost. Von der Investitionszulage hänge es maßgeblich ab, ob die Aufwertung der nach den Stadtentwicklungskonzepten dauerhaft zur Vermietung vorgesehen Wohnungsbestände auch gelingt. Die Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen durch Zuflüsse aus Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Lohnsteuer seien aufgrund der wirtschaftlichen Impulskraft der Investitionszulage nicht zu unterschätzen, sagte Steppuhn.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt
Telefon: 069/95737-0, Telefax: 069/95737-800
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